PFINGSTEN

Die Gute Nachricht in Jerusalem

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Pfingsten: Der Heilige Geist kommt

21Dann kam der Pfingsttag.

Alle, die zu Jesus gehört hatten,

waren an einem Ort versammelt.

2Plötzlich kam vom Himmel her ein Rauschen

wie von einem starken Wind.

Das Rauschen erfüllte das ganze Haus,

in dem sie sich aufhielten.

3Dann erschien ihnen etwas wie züngelnde Flammen.   quelle-klosterkunst-de-feuer des geistes

Die verteilten sich

und ließen sich auf jedem Einzelnen von ihnen nieder.

4Alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt.

Sie begannen,

in fremden Sprachen zu reden –

ganz so,

wie der Geist es ihnen eingab.

5In Jerusalem lebten auch fromme Juden aus aller Welt,

die sich hier niedergelassen hatten.

6Als das Rauschen einsetzte,

strömten sie zusammen.

Sie waren verstört,

denn jeder hörte sie

in seiner eigenen Sprache reden.

7Erstaunt und verwundert sagten sie:

»Sind das denn nicht alles Leute aus Galiläa,

die hier reden?

8Wie kommt es,

dass jeder von uns

sie in seiner Muttersprache reden hört?

9Wir kommen aus Persien, Medien und Elam.    RTEmagicC_heiliger_geist.jpg

Wir stammen aus Mesopotamien,

Judäa, Kappadozien,

aus Pontus und der Provinz Asien,

10aus Phrygien und Pamphylien.

Aus Ägypten und der Gegend von Zyrene in Libyen,

ja sogar aus Rom sind Besucher hier.

11Wir sind Juden von Geburt an

und Fremde,

die zum jüdischen Glauben übergetreten sind.

Auch Kreter und Araber sind dabei.

Wir alle hören diese Leute

in unseren eigenen Sprachen erzählen,

was Gott Großes getan hat.«

Die Geschichte der Apostel, Apg 2,1-11 ( Quelle )

Der Geburtstag der Kirche, das Gegen-Ereignis zum „Turmbau zu Babel“,- … oder als sich alle wieder verstanden

Pfingsten ( „der fünfzigste Tag“) ist ein christliches Fest jüdischen Ursprunges. Es geht auf das jüdische Wochenfest Schawuot zurück und wird wie dieses am fünfzigsten Tag nach Ostern bzw. Pessach gefeiert. Gefeiert wird von den Gläubigen die Entsendung des Heiligen Geistes.

Pfingsten und insbesondere dem Pfingstsonntag kommt im christlichen Bereich seit der Spätantike und dem Frühmittelalter schon deshalb ein recht große Bedeutung zu, da seit der Synode von Agde im Jahre 506 als beschlossene Sache galt, dass niemand als Christ gelten konnte, der nicht zu Ostern, zu Pfingsten oder zu Weihnachten die Eucharistie empfangen hatte.

In der Bibel

Nach dem Kreuzestod Jesu sahen sich die Jünger zunächst all ihrer Hoffnung beraubt. Aber die Auferstehung Christi an Ostern ließ sie schon bald neuen Mut schöpfen. Sie trafen sich regelmäßig und konnten sich mehrmals der Gegenwart des Auferstandenen freuen. Diese Erscheinungen endeten jedoch mit der Himmelfahrt Christi. Doch dann erfuhren sie die Nähe Gottes durch ein Ereignis, das sie verwandelte, das aus einer ängstlichen Schar plötzlich mutige Männer machte, die von ihrem Glauben in aller Offenheit redeten. Wie Lukas erzählt, hatten sich die Jünger Jesu am Pfingsttag, dem jüdischen Erntedankfest, in Jerusalem zu einer Gemeinschaft versammelt: Apostelgeschichte 2, 1- 14.

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Pfingstfest – Der „Geburtstag der Kirche“

Das Pfingstfest, auch bezeichnet als „Geburtstag der Kirche“, ist durch besondere religiöse Feiern geprägt. Damit endet die österliche Festzeit. Die Kirche erinnert an Pfingsten an das Ereignis, bei dem die Jünger Jesu nach seinem Tod und seiner Auferstehung den Heiligen Geist auf sich herabkommen spürten. Von diesem Tag an verkündeten sie die Taten Jesu. Deshalb gilt Pfingsten auch als Geburtstag der Kirche. Die Kunst stellt das Ereignis meist in der Weise dar, wie sie der Apostel Lukas in der Apostelgeschichte bildhaft beschreibt: mit Feuerzungen und heftigem Sturm. Von der Zahl 50 leitet sich Name des Festes her: Das griechische Wort „pentecoste“ bedeutet „der fünfzigste (Tag)“.

RabulaGospelsFolio14vPentecostEs ist sowohl ein eigenes kirchliches Fest, an dem das – von Jesus angekündigte – Kommen des Heiligen Geistes gefeiert wird, als auch zugleich der feierliche Abschluss der Osterzeit. Nach dem christlichen Glauben empfängt auch heute noch jeder Christ den Heiligen Geist und wird dadurch „wiedergeboren“. Jeder Christ ist nach dem Neuen Testament demnach ein „Tempel des Heiligen Geistes“.

Als „Pfingstwunder“ bezeichnet man die wunderbare Fähigkeit der Jünger, in allen Sprachen zu sprechen und alle Sprachen zu verstehen. Damit wurde aus christlicher Sicht die „Babylonische Sprachverwirrung“ aufgehoben, mit der Gott die Menschen für die Hybris des Turmbaus zu Babel bestraft hatte. Theologisch steht dies für die Mission der Kirche, alle Menschen unabhängig von ihrer Nationalität und Ethnizität anzusprechen.

Quelle

 

Die Pfingstpredigt des Apostels Petrus

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14Da trat Petrus vor die Menge

und mit ihm die anderen elf Apostel.

Mit lauter Stimme rief er ihnen zu:

»Ihr Männer von Judäa!

Bewohner von Jerusalem!

Lasst euch erklären,

was hier vorgeht,

und hört mir gut zu!

15Diese Leute sind nicht betrunken,

wie ihr meint.

Es ist ja erst die dritte Stunde des Tages.

16Nein, was hier geschieht,

hat der Prophet Joel vorhergesagt:

17›Gott spricht:

Das wird in den letzten Tagen geschehen:

Ich werde meinen Geist über alle Menschen ausgießen.

Eure Söhne und eure Töchter werden als Propheten reden.

Eure jungen Männer werden Visionen schauen

und eure Alten von Gott gesandte Träume träumen.

18Über alle, die mir dienen,

Männer und Frauen,

werde ich in diesen Tagen meinen Geist ausgießen.

Und sie werden als Propheten reden.

19Ich werde Wunder tun droben am Himmel.

Und ich werde Zeichen erscheinen lassen unten auf der Erde:

Blut und Feuer

und dichte Rauchwolken.

20Die Sonne wird sich verfinstern,

und der Mond wird sich in Blut verwandeln.

Dies alles geschieht,

bevor der große und prächtige Tag des Herrn anbricht.

21Jeder, der dann den Namen des Herrn anruft,

wird gerettet werden!‹

22Ihr Männer von Israel,

hört diese Worte:

Es geht um Jesus, den Nazoräer.

Gott selbst hat euch gezeigt,

wer er war.

Mitten unter euch hat Gott durch ihn

machtvolle Taten,

Wunder und Zeichen geschehen lassen.

Das wisst ihr ja selbst!

23Es war Gottes Wille und Plan,

dass dieser Mann euch schutzlos ausgeliefert war.

Und ihr habt ihn ans Kreuz schlagen

und umbringen lassen –

von Menschen,

die das Gesetz Gottes nicht kennen.

24Aber Gott hat ihn auferweckt

und aus der Gewalt des Todes befreit.

Denn der Tod hatte keine Macht über ihn

und konnte ihn nicht festhalten.

25Deshalb legt ihm schon David

die Worte in den Mund:

›Der Herr steht mir immer vor Augen.

Mit ihm an meiner Seite falle ich nicht.

26Darum ist mein Herz so fröhlich,

und mein Mund jubelt vor Freude.

Selbst wenn mein Leib im Grab liegt,

gibt es noch Hoffnung.

27Ja, du gibst mich nicht dem Totenreich preis.

Du lässt nicht zu,

dass dein treuer Diener verwest.

28Du zeigst mir Wege zum Leben.

Ungetrübte Freude finde ich in deiner Gegenwart.‹

29Ihr Brüder!

Ich darf hier ja ganz offen sprechen:

Unser Stammvater David ist damals gestorben

und wurde begraben.

Sein Grab ist noch heute bei uns zu sehen.

30Er war ein Prophet.

Er wusste:

Gott hatte ihm feierlich geschworen,

einen seiner Nachkommen

auf seinen Thron zu setzen.

31Weil David das vorausgesehen hat,

konnte er über die Auferstehung des Christus sagen:

›Er wurde nicht dem Totenreich überlassen

und sein Körper verweste nicht.‹

32David hat hier von Jesus gesprochen.

Den hat Gott auferweckt.

Dafür sind wir alle Zeugen.

33Er ist emporgehoben worden,

sodass er an der rechten Seite Gottes sitzt.

Er hat vom Vater die versprochene Gabe erhalten:

den Heiligen Geist.

Den hat er über uns ausgegossen.

Und genau das ist es,

was ihr hier seht und hört.

34Denn nicht David ist

in den Himmel hinaufgestiegen.

Er sagt ja selbst:

›Gott, der Herr, sprach zu meinem Herrn:

Setze dich an meine rechte Seite,

35während ich deine Feinde zu Boden werfe.

Ich mache sie zum Schemel für deine Füße.‹

36Daran soll ganz Israel

mit unerschütterlicher Gewissheit erkennen:

Diesen Jesus,

den ihr gekreuzigt habt,

hat Gott zum Herrn und Christus gemacht.«

Die Wirkung der Predigt

37Mit seinen Worten traf Petrus die Zuhörer mitten ins Herz.

Sie fragten ihn und die anderen Apostel:

»Ihr Brüder,

was sollen wir tun?«

38Petrus antwortete ihnen:

Ȁndert euer Leben!

Lasst euch alle taufen

auf den Namen von Jesus Christus.

Dann wird Gott euch eure Schuld vergeben

und euch den Heiligen Geist schenken.

39Diese Zusage gilt für euch

und eure Kinder.

Und sie gilt für alle Menschen,

die jetzt noch fern sind.

Denn der Herr, unser Gott,

wird sie zum Glauben an Jesus hinzurufen.«

40Mit diesen und noch vielen weiteren Worten

beschwor Petrus die Leute

und ermahnte sie:

»Lasst euch retten!

Wendet euch ab von dieser Generation,

die durch und durch schuldbeladen ist!«

41Viele nahmen die Botschaft an,

die Petrus verkündet hatte,

und ließen sich taufen.

Ungefähr 3000 Menschen

kamen an diesem Tag zur Gemeinde dazu.

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