Brief vom Zukunftsprozess unserer Norddeutschen Jährlichen Konferenz

Na, ist der Zukunftsprozess schon bei Ihnen oder in der Gemeinde angekommen? Hat das Gebet einen Platz gefunden? Hat die Pastorin oder der Pastor schon etwas aus der Distriktsversammlung, in der auch eines der Themen bearbeitet wurde, weitererzählt?
Es erweist sich, dass der Zukunftsprozess kein Ereignis ist, das uns irgendwann plötzlich übergestülpt wird, sondern dass er sich ganz allmählich entwickelt – und ein Ende gar nicht abzusehen ist.
In der Laiendistriktsversammlung des Essener Distrikts haben wir ein Wochenende zu dem Thema „Wertschätzung der Arbeit von Ehren- und Hauptamtlichen“ zusammengesessen. Herausgekommen ist kein Zehnpunkteprogramm, das jetzt in die Gemeinden gegeben werden könnte, sondern wir Teilnehmenden haben gelernt, unsere eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten wahrzunehmen und zu schätzen und das dann auch bei anderen sehen zu können.
Eine der Übungen bestand darin, einer anderen Person aus der Runde zu erzählen, was durch mich in meiner Gemeinde gut läuft, mit welchen Fähigkeiten und Kenntnissen ich mich in meiner Gemeinde einbringe. Da fällt es einem schon auf, wie ungewohnt das ist. Viel leichter reden wir über unsere Fehler, über das, was schief gegangen ist. Mich selbst loben ist mir schon seit meiner Kindheit und dem Spruch aus der Zeit: „Eigenlob stinkt“ verpönt.
Aber wenn ich nur auf die Fehler gucke, auf das, was schief läuft, immer nur thematisiere, wo es hakt, dann verlerne ich, auch mal das Gute anzusprechen, jemanden für seinen Einsatz zu loben, mich für etwas zu bedanken.
Sie merken, für so etwas braucht es kein Zehnpunkteprogramm, aber vielleicht muss man das Loben und auch das Eigenlob erst üben. Vielleicht bietet sich da ein Hauskreis an oder der Gemeindevorstand oder die Gemeindeleitung oder eine andere Gemeindegruppe. Vielleicht gibt es ja auch Gemeinden, die das alles schon praktizieren, in denen diese Art, Wertschätzung zu zeigen, schon stattfindet. Für die ist dieser Beitrag dann nicht geschrieben worden.
Jetzt muss ich aber Schluss machen. Sie wissen schon: bald steht das nächste Treffen der Steuerungsgruppe an.
Ihnen allen ein gesegnetes Jahr 2017.                                                               Heinz Jürgen Sanio

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