„Never walk alone“

Niemand hat es verdient, auf seinem letzten Wege allein gelassen zu werden.

Den letzten Weg begleitet gehen!

In Deutschland werden jährlich rund 150.000 Menschen bestattet, die keine Angehörigen oder Freunde mehr haben.

Allein in Flensburg liegt ihre Zahl jährlich zwischen 50 und 70.

Außer den Beerdigungsunternehmen kümmert sich niemand um solche Beisetzungen. Damit sollte sich eine so reiche Wohlstandsgesellschaft wie in Deutschland nicht abfinden. Niemand hat es verdient, auf seinem letzten Wege allein gelassen zu werden. Aus dieser Erkenntnis heraus bildete sich unsere Initiative „Abschied in Würde“.

Im November 2006 fand unsere erste Aussegnungsfeier statt. Wir hatten mit Pastor Weick fünf ähnliche, nur in Texten und Liedern unterschiedliche Ordnungen für die Aussegnungsfeiern vorbereitet. Wir verwenden sie bis heute.

Pro Jahr begleiten wir 30 bis 50 Menschen in Flensburg, die sonst vielleicht ohne jede Anteilnahme „vergraben“ worden wären. Wir geben ihnen einen würdevolleren Weg aus dieser Welt und unsere Fürbitte für ihr Leben in Gottes Ewigkeit. Und wir erfahren Gottes Wirken auch in uns durch diesen Dienst. (Edgar Nordmann) Quelle

Video „Never walk alone“

 

Der Zukunftsprozess geht weiter

 

 

170601-der-zukunftsprozess-geht-weiterDie Norddeutsche Jährliche Konferenz (NJK) kommt vom 14. bis zum 18. Juni in Bremerhaven zusammen. Die 25. Tagung der NJK steht unter dem Motto »Aufbrechen!«. Der Prozess, der mit der Zukunftskonferenz in Braunfels begonnen hat, soll in Bremerhaven in Beschlüsse umgesetzt werden.

Die NJK hat die Geschichte von Abraham als Thema gewählt, weil sie in eine neue Zeit aufbrechen will. Mit der Zukunftskonferenz im letzten Jahr hat die NJK neue Wege eingeschlagen. Sie griff auf die Idee einer Kurzkonferenz zurück, um Zeit für übergeordnete Fragen zu gewinnen. Im Mittelpunkt der Tagung 2016 in Braunfels stand die Zukunftskonferenz – auf ihr wurde beraten, wie die kirchliche Arbeit der EmK im Norden neu zu beschreiben ist. Moderatoren vom Institut für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision (IPOS) von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau leiteten die Gespräche der Zukunftskonferenz. Durch die neuen Arbeitsformen wurden alle Konferenzteilnehmer beteiligt – mehr als bei einer üblichen parlamentarischen Debatte möglich gewesen wäre.

Die Ergebnisse der Zukunftskonferenz in Braunfels waren eine Zwischenstation. Arbeitsgruppen und Distriktsversammlungen haben seitdem weitergearbeitet, zum Beispiel an den Fragen: Wie können Gemeinden die Bedürfnisse der Menschen in ihrem Umfeld besser wahrnehmen? Wie kann die Praxis der Dienstzuweisungen von Hauptamtlichen verbessert werden? Wie können Mitarbeitende in den Gemeinden gaben- und stärkenorientiert arbeiten, um nicht an die Grenzen ihrer Kräfte zu geraten?

Erste Ergebnisse liegen vor

Eine Arbeitsgruppe veröffentlichte eine Arbeitshilfe zum Thema »Methodistische Identität«. Auf der Tagung der NJK in Bremerhaven sollen weiterführende Beschlüsse gefasst werden. Die Tagesordnung sieht vor, dass sowohl im Plenum als auch mit den Methoden der Zukunftskonferenz gearbeitet werden wird. Darüber hinaus wird die NJK entscheiden müssen, ob die Zahl der Distrikte von drei auf zwei reduziert werden soll.

Viele NJK Veranstaltungen sind »open air«

bremerhaven1Die NJK findet in Bremerhaven statt. Die Gemeinde ist in der Stadt durch ihre Open-Air Gottesdienste bekannt geworden. Dieser Tradition folgt auch die Tagung der NJK. Der Eröffnungsgottesdienst wird öffentlich am Neuen Hafen gefeiert werden, die Morgenandachten an der Auswandererkaje und der Nachmittag der Gemeinschaft auf einer Weserfähre.

Die NJK in Zahlen

Statistik 2015
Kirchenglieder: 6.406
Kirchenangehörige: 4.031
Kirchenzugehörige: 390
Freunde: 3.482
Die Zahlen von 2016 lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Konferenzhaushalt 2017
Haushaltsvolumen: 4,8 Millionen Euro
Personalkosten: 4 Millionen Euro
Anteile der Gemeinden (Umlage): 3,2 Millionen Euro

Willkommen zur NJK: Veranstaltungstipps

Mittwoch, 14. Juni, 19.30 Uhr
Tribüne am Lloyds, Neuer Hafen (Hermann-Henrich- Meier-Straße 6 A)
Eröffnungsgottesdienst – Sehnsüchte und Motivationen Leitung: Rudi Grützke, Anja Owczarek und Michael Külken Predigt über 1.Mose 12,1-4: Christhard Elle

Freitag, 16. Juni, 19.30 Uhr Kreuzkirche (Martin-Donandt-Platz 5)
Gedächtnisgottesdienst mit Abendmahl – Zurücklassen Leitung: Bärbel Krohn-Blaschke Predigt über 1.Mose 23, 1-5 und 12: Sebastian Lübben

Samstag, 17. Juni, 16.30 Uhr Weserfähre Bremerhaven (An der Geeste 27)
Nachmittag der Gemeinschaft Einschiffung 16.15 Uhr, Abfahrt 16.30 Uhr Musik: Simon Bellett Leitung: Irene Kraft und Friederike Meinhold

Samstag, 17. Juni, 20 Uhr EmK-Friedenskirche (Grazer Straße 52)
Jugendabend

Sonntag, 18. Juni, 10 Uhr Große Kirche (Bürgermeister- Smidt-Straße 45)
Abschlussgottesdienst Verheißung: Abraham als Vorbild des Vertrauens Leitung: Dirk Scheider, Irene Kraft Predigt über Römer 4,18-25: Bischof Harald Rückert Anschl. Hüpfburg, Bus, Infostände, Kaffeemobil

Sonntag, 18. Juni, 10 Uhr EmK – Friedenskirche (Grazer Straße 52)
Kinderkonferenz

kircheDie Gastgeber
Der Bezirk Bremerhaven hat die NJK eingeladen. Die Gastgeber wollen damit ein großes »Danke« sagen, erklärt Pastor Christhard Elle. Wenn andere Gemeinden den Wiederaufbau durch das connexionale System nicht mitfinanziert hätten, gäbe es heute diese Gemeinde nicht. Der Bezirk hat 70 Glieder (40 davon aufgenommen in den letzten fünf Jahren) und ein Wachstum des Gottesdienstes von 15 auf 75 Besucher. Das Motto der Gemeinde: »Heilende Gemeinschaft für eine gebeutelte Stadt«.

Quelle

Erstellt von Michael Putzke

 

 

 

EmK-Bundesjugentreffen

170602-es-ist-angerichtet»Es ist angerichtet«

An Pfingsten findet das Bundesjugendtreffen der EmK statt. Ein für junge Leute eher ungewöhnliches Thema steht im Mittelpunkt: das Gericht Gottes.

Im Jahr des 500-jährigen Reformationsjubiläums prägt die reformatorische Frage nach der Gerechtigkeit Gottes auch das Bundesjugendtreffen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK). »Es ist angerichtet!« lautet das hintergründige und herausfordernde Thema, zu dem sich über das Pfingstwochenende vom Samstag bis zum Montag 350 Personen im rund 60 km nordwestlich von Erfurt gelegenen Kloster Volkenroda treffen.

»Was bedeutet die biblische Rede vom Gericht Gottes in unserer Gegenwart?« ist eine der Leitfragen des Jugendtreffens, erklärt Stephan von Twardowski. Der Pastor im niedersächsischen Clausthal-Zellerfeld weist außerdem darauf hin, dass »die Auseinandersetzung mit dem Gericht Gottes grundlegend für unseren Glauben und unser Leben in dieser Welt ist«. Deshalb sei es wichtig, dass auch junge Leute sich mit diesem Thema auseinandersetzten. Auch wenn es ums »Gericht« gehe, gehe es gleichzeitig auch um die Frage wie die Gerechtigkeit Gottes erfahrbar ist. Zugleich wird die Frage nach der Gerechtigkeit Gottes in den Horizont sozialer, gesellschaftlicher und globaler Herausforderungen gestellt – wie es für die methodistische Identität prägend ist.

Neben Gottesdiensten, Tagzeitengebeten, Workshops und Kleingruppengesprächen bilden verschiedene Seminare einen besonderen Schwerpunkt der gemeinsamen Zeit. Interessante Persönlichkeiten laden die Jugendlichen ein, sich auf die Suche nach der gegenwärtigen Bedeutung des Gerichtes Gottes zu begeben. Dabei geht es um Fragen nach dem Umgang mit Schuld, der Bedeutung von Gnade und Freiheit und der gesellschaftlichen Dimension von Gerechtigkeit und Versöhnung. Dazu stellen sich der Ludwigsburger Theologe Siegfried Zimmer und der Soziologe Niels Schwiderski, Referent des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR, den Jugendlichen zum Gespräch.

Bereits zum fünften Mal findet das Bundesjugendtreffen in Volkenroda statt. Das im Jahr 1131 von Zisterziensermönchen errichtete Kloster hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Heute lebt und wirkt dort die Kommunität der Jesus-Bruderschaft. Die wiederaufgebauten Klosteranlagen bieten einen einladenden Ort der Einkehr, der Gemeinschaft und der Neuausrichtung für Menschen aller Generationen.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Quelle: EMK DE