»Migration kann Segen sein«

171125-migrationsundayGebetstag für Flüchtlingshilfe

Von Klaus Ulrich Ruof

Am ersten Adventssonntag sind alle EmK-Gemeinden aufgerufen, den Welt-Migrationssonntag zu begehen.

Erstmalig sollen Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) von Manila, München, Monrovia bis Minneapolis und vielen anderen Orten dieser Welt am selben Sonntag für die Flüchtlingsarbeit der EmK beten. Am 3. Dezember, dem ersten Adventssonntag, ist es soweit. An diesem Tag findet der Welt-Migrationssonntag (Global Migration Sunday) statt.

Migrationsbewegungen fordern heraus

Dieser Sonntag trägt den Begriff »Migration« im Namen, legt aber das Augenmerk vor allem auf Vertriebene, Flüchtlinge und Verfolgte. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) beziffert die Anzahl der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, mit rund 66 Millionen. »Die Fakten sind erschütternd«, sagt Thomas Kemper, der Generalsekretär des internationalen Missions- und Hilfswerks der EmK. »Es gibt heute mehr Flüchtlinge auf der Welt, mehr als je zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg.« Kemper verwendet den Begriff »Flüchtling« in einem allgemeinen Sinn: »Menschen, die gezwungen sind, ihre Heimat wegen Krieg, Gewalt, Seuche, Verfolgung, wirtschaftlicher Unterdrückung oder Naturkatastrophen zu verlassen«. Die dadurch verursachten Migrationsbewegungen bringen laut Kemper Herausforderungen, Ungerechtigkeiten und Gefahren mit sich. »Aber«, so Kemper weiter, »Migration kann auch ein Segen sein«.

Flucht rettete das Leben des »Jesuskindes«

Die Entscheidung, aus ihrer Heimat zu fliehen, sei für viele Menschen »der letzte Ausweg, um leben zu können«, erklärt Bischof Bruce R. Ough in einem Schreiben zum EmK-Welt-Migrationssonntag. Der Präsident des internationalen Bischofsrats der EmK erinnert dabei auch an Maria und Josef, »die ihr Leben und vor allem das des Jesuskindes zu retten suchten, indem sie nach Afrika flohen«. Damit hatten sie dem Zorn des Königs Herodes entkommen wollen, der sich durch Jesu Geburt bedroht sah und ein Kindermassaker befahl, wie es im Matthäusevangelium berichtet wird (Kapitel 2,13-14).

EmK-Flüchtlingshilfe in Europa und weltweit

Viele EmK-Gemeinden im deutschsprachigen Raum wie auch in anderen Ländern Europas und besonders methodistische Gemeinden in Italien kümmern sich um Flüchtlinge und tragen so zur Linderung von Not und zur Integration bei. Das internationale Katastrophenhilfswerk der EmK (UMCOR) steht Flüchtlingen in vielen Teilen der Welt zur Seite, etwa im Nahen Osten, in Mittelamerika oder auf den Philippinen. Der Welt-Migrationssonntag der EmK soll in der weltweiten EmK ein gemeinsames Bewusstsein für diese wichtige Aufgabe in vielen Ländern fördern. Die Gemeinden in Deutschland sind eingeladen sich im Rahmen des Gottesdienstes am 1. Advent mit einem gemeinsamen Gebet und in Anlehnung an einen liturgischen Vorschlag in diese weltweite Aktion einzubringen. In Deutschland kommen Spenden dem Flüchtlingsfonds der EmK-Weltmission zugute.

Der Autor
Klaus Ulrich Ruof ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland in Frankfurt am Main. Kontakt: oeffentlichkeitsarbeit(at)emk.de.

Weiterführende Links
Brief des Bischofsrates
Gebet für Erleuchtung (deutsch) 
Prayer for Illumination (english) 
www.emk.de/kirche/emksagtwillkommen/

Zur Information
Fonds für Flüchtlingshilfe der EmK-Weltmission:
www.emkweltmission.de/katastrophenhilfe/fonds-fuer-fluechtlingshilfe.html 
EmK-Weltmission/Katastrophenhilfe
IBAN: DE65 5206 0410 0000 4017 73, BIC: GENODEF1EK1

Quelle des Artikels und des Fotos

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Ökumenische FriedensDekade – Fürbittengebet

„Wo Hass regiert, kann man Konflikte nicht konstruktiv bearbeiten.“

Fürbittengebet aus der Zeit der Gemeinschaft im Gottesdienst am Volkstrauertagcsillagkod

 

Du Gott des Friedens und der Gerechtigkeit, Du nimmst uns als Deine Geschöpfe und als Deine Kinder an. Du begegnest uns mit Wertschätzung und Erbarmen. Wir kommen, um Dir zu begegnen, Dein Wort zu hören und Orientierung für unser Leben zu finden. Wir strecken uns nach Dir aus und rufen zu Dir:

Erhöre uns, Gott!

directory-235079_960_720Wir bitten Dich: Hilf uns, Deine Berufung zum Frieden anzunehmen und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Hilf uns, diese Berufung auch gegen Widerstände durchzutragen und notwendige Auseinandersetzungen nicht zu scheuen. Aber behüte uns davor, dass unsere Herzen hart werden. Lass uns jedem Menschen mit Respekt und Anerkennung begegnen. Wir rufen zu dir:

Erhöre uns, Gott

Wir beten, dass die Spirale von Ungerechtigkeit, Hass und blutigen warAuseinandersetzungen unterbrochen wird. Wir bitten Dich für die Kirchen, die Gemeinschaften von Christinnen und Christen und für die vielen mutigen einzelnen Menschen, die den Weg des Friedens gehen. Stärke sie, Konflikte gewaltfrei zu bearbeiten. Mache Du diejenigen, die auf die Waffen vertrauen, bereit und empfänglich für das Zeugnis der Gewaltlosigkeit. Wir rufen zu dir:

Erhöre uns, Gott!

shutterstock_64124008-1024x1024Wir bitten Dich für unser Gemeinwesen, für die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Hilf uns, unsere Verantwortung zu erkennen. Lass uns nicht zufrieden sein mit den Verhältnissen, wie sie sind. Lass uns streiten für eine gerechte Verteilung des Reichtums dieser Welt. Wir bitten Dich um die Weisheit, Institutionen und Rechtsordnungen so zu gestalten, dass Menschenwürde geachtet und geschützt wird und gutes Leben gelingen kann. Wir rufen zu dir:

Erhöre uns, Gott!

20160206_ldd001Wir bitten um Frieden in unserem Land. Wir fürchten uns davor, dass Konflikte zunehmen, dass Gewalt zum Mittel der politischen Auseinandersetzung wird. Wir denken an brennende Unterkünfte für geflüchtete Menschen und an hasserfüllte und herabwürdigende Kommentare, wir denken an den wachsenden Antisemitismus und die Ausgrenzung von Menschen wegen ihrer Herkunft, ihres Glaubens, ihrer geschlechtlichen Orientierung. Wir bitten Dich: Hilf uns auf rechte Weise zu streiten: munkaképek (56)mutig und einfühlsam, entschieden und zugewandt. Wir danken Dir, dass Du die Stimme unseres Herzens hörst und rufen zu dir:

Erhöre uns, Gott!

„Wir sehen, wie sich Gewalt und Kriege in unserer Welt ausbreiten. Die Stimme des Friedens scheint schwach zu sein. Wir beten besonders für: …

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Von der Predigt:

„Unsere Gesellschaft und unsere Welt braucht Gerechtigkeit und Frieden, damit wir überhaupt alle unser Leben weiterführen können. Unsere Zukunft hängt davon ab, dass wir mit Gottes Hilfe etwas anderes machen als die, die jetzt den heftigen Streit und Krieg in unsere Welt bringen.

Übrigens: hier in Deutschland sind das nicht die, gegen die wir keine Chancen haben, sondern die, denen wir mit unserem Wahlzettel zugestimmt haben, und die, deren Geschäfte wir als Kunden unterstützen. Ich gebe zu, das ist so kompliziert, dass wir wieder fragen, was sollen wir denn machen?

Friedendekade 2017Mutter Friedenstaube würde sagen: „Keine Ausrede! Auch kleine Schritte sind gut. Fang einfach an und fürchte dich nicht vor Schwierigkeiten. Gott wird dir zeigen, was als Nächstes für dich dran ist.“ Amen

Predigt im Gottesdienst

 

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Gottesdienst am Volkstauertag

Predigt über Matthäus 20,20-28

Liebe Geschwister in Christus,
Friedendekade 2017Ich habe Euch noch mal das Bild von der diesjährigen Friedensdekade mitgebracht. Sieht diese Friedenstaube nicht wie eine energische Mutter aus, wie sie da ihren Olivenzweig in die Hüfte stemmt? Ja, sie könnte gerade anfangen, uns eine Standpauke zu halten; oder sie wartet energisch, ob wir nun auch etwas tun.
Ach ja, die Mütter! Gerade hat uns Uwe vorgelesen, wie eine kam, um bei Jesus für ihre Söhne die absolute Vormacht vor den anderen zu erbitten. Die trauen sich auch alles zu, was dafür nötig ist.
Aber natürlich gibt es dann Streit! Wie gut, dass der nun wenigstens so offen ausgetragen wurde, dass Jesus darauf reagieren konnte! Beim Miteinander der Bibelausstellung hörte ich einmal: „wir hatten keinen Streit, die andere darf nur nicht mehr hierher kommen!“ Das fand ich ganz schrecklich! Da war eine heftige Spannung über etwas – und zwei Christinnen konnten nicht mal reden und sich darüber einigen, dass sie sich nicht einigen können! Das zeigt nur, dass die Familie Jesu Christi, unsere Familie, genauso schlecht ist wie die anderen Familien, zu denen wir gehören.
Es stimmt: Streit gibt es in den besten Familien und schon immer auch bei Jesus. Der hat beim Streit um die Vormacht reagiert wie diese gereizte Friedenstaube; ich lese wieder vor: Wer unter euch groß sein will, soll euer Diener sein, und wer an erster Stelle stehen will, soll euch Sklavendienste leisten.  Auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen
Für mich heißt das: wenn jemand bedienen soll, dann bediene selbst! Wenn geholfen werden soll, dann hilf! Wenn Unrecht durch fairen Handel ersetzt werden soll, dann kaufe selber fair ein!
Oder um an meinen gestrigen Morgen zu erinnern: wenn geputzt werden soll, dann putze.
Das ist tatsächlich eine andere Rolle von Macht. Jesus hat ja die alte Rolle von Macht so beschrieben: Ihr wisst: Die Herrscher der Völker, die Großen in der Welt, unterdrücken ihre Leute und lassen sie ihre Macht spüren.
Da ist Macht, dass ich andere dazu bringe etwas zu machen. Doch Jesus benutzt Macht anders: Macht heißt für ihn, dass ich selber etwas machen kann.
Ja, und natürlich kann das an unsere Grenzen gehen. Das ist bei Streit schnell mal so. Jesus hat für diese Macht zu machen und zu dienen die Grenze zum Tod überschreiten müssen.
Es kann auch sein, dass keiner sieht und anerkennt, wie wir dienen. Jesus hat das selbst gesagt, als sich die beiden Jünger und ihre Mutter Hoffnungen machten durch Leiden zur Macht zu kommen. Ich lese wieder vor, Jesus sagte: Ihr werdet tatsächlich den gleichen Kelch trinken wie ich, aber ich kann nicht darüber verfügen, wer rechts und links neben mir sitzen wird. Auf diesen Plätzen werden die sitzen, die mein Vater dafür bestimmt hat.
Das klingt jetzt alles sehr hart. Aber unsere gereizte Friedenstaube hat ihren Ölzweig noch, das Symbol der Hoffnung.
Jesus sagt: der Menschensohn ist gekommen, um sein Leben als Lösegeld für alle Menschen hinzugeben.
Es geht um „Lösegeld“, um Erlösung für viele, für alle. Dafür hat Jesus sein Leben schon hingegeben, dafür ist er schon zu einem ganz anderen neuen Leben auferstanden. Darum sind wir erlöst davon, mit brechenden Rücken dienen und dulden zu müssen. Unser Dienen kann sein, dass wir etwas ganz anderes Neues machen. Denn das Ziel hat ja schon der Prophet Jeremia beschrieben, ich lese nochmal vor: Sorgt für Gerechtigkeit… Nur unter dieser Bedingung werden auch künftig Könige, die auf Davids Thron sitzen, durch die Tore dieses Palastes ein- und ausziehen, auf Pferden und Wagen, sie und ihre hohen Beamten, und auch das Volk wird weiterhin diesen Palast aufsuchen.  Wenn ihr aber nicht auf meine Weisungen hört, dann wird dieser Palast zum Trümmerhaufen werden
Unsere Gesellschaft und unsere Welt braucht Gerechtigkeit und Frieden, damit wir überhaupt alle unser Leben weiterführen können. Unsere Zukunft hängt davon ab, dass wir mit Gottes Hilfe etwas anderes machen als die, die jetzt den heftigen Streit und Krieg in unsere Welt bringen.
Übrigens: hier in Deutschland sind das nicht die, gegen die wir keine Chancen haben, sondern die, denen wir mit unserem Wahlzettel zugestimmt haben, und die, deren Geschäfte wir als Kunden unterstützen. Ich gebe zu, das ist so kompliziert, dass wir wieder fragen, was sollen wir denn machen?
Mutter Friedenstaube würde sagen: „Keine Ausrede! Auch kleine Schritte sind gut. Fang einfach an und fürchte dich nicht vor Schwierigkeiten. Gott wird dir zeigen, was als Nächstes für dich dran ist.“ Amen

Pastorin Regina Waack

Veranstaltungen im November 2017

 

Mi 01.11. 06:00 Uhr Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit
Fr 03.11. 17:00 Uhr Trommeln mit Lydia
Fr 03.11. 19:30 Uhr „Dem Volk aufs Maul schauen“
Vortrag zur Bibelaustellung von Pn. Gisela Andresen bei Bücher Rüffer, Holm 19
Mo 06.11. 15:00 Uhr Sozialprojekt „Häkeln und Stricken“
Di 07.11. 12:00 Uhr Straßenarbeit zusammen mit der Gemeinschaft in der Ev. Kirche
Mi 08.11. 06:00 Uhr Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit
Do 09.11. 18:30 Uhr Hauskreis Flensburg
Fr 10.11. 17:00 Uhr Trommeln mit Lydia
Fr 10.11. 19:00 Uhr Hauskreis Schleswig
Fr 10.11. 18:00 Uhr „Der kleine Mensch und das große Buch“
Vortrag in der Bibelausstellung von Pn. Gisela Andresen
Mo 13.11. 15:00 Uhr Sozialprojekt „Häkeln und Stricken“
Di 14.11. 12:00 Uhr Straßenarbeit zusammen mit der Gemeinschaft in der Ev. Kirche
Mi 15.11. 06:00 Uhr Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit
Fr 17.11. 17:00 Uhr Trommeln mit Lydia
Mo 20.11. 15:00 Uhr Sozialprojekt „Häkeln und Stricken“
Di 21.11. 12:00 Uhr Straßenarbeit zusammen mit der Gemeinschaft in der Ev. Kirche
Mi 22.11. 06:00 Uhr Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit
Fr 24.11. 17:00 Uhr Trommeln mit Lydia
Mo 27.11. 15:00 Uhr Sozialprojekt „Häkeln und Stricken“
Di 28.11. 12:00 Uhr Straßenarbeit zusammen mit der Gemeinschaft in der Ev. Kirche
Di 28.11. 18:00 Uhr öffentliche Sitzung der Gemeindeleitung
Mi 29.11. 06:00 Uhr Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit

 

Gottesdienste im November 2017

 

So 05.11. 10:00 Uhr  

Gottesdienst mit Abendmahl mit R. Waack und M. Krüger-Mattes

 

11:00 Uhr Kirchenkaffee
So 12.11. 09:30 Uhr  

Gottesdienst in St. Nikolai zum Abschluss der Bibelausstellung

 

11:00 Uhr Kirchenkaffee in St. Nikolai
So 19.11. 10:00 Uhr  

Gottesdienst zur Friedensdekade mit Regina Waack und Uwe Lembcke

 

11:00 Uhr Kirchenkaffee
So 26.11. 10:00 Uhr  

Gottesdienst mit Totengedenken mit R.Waack und Edgar Nordmann

 

11:00 Uhr Kirchenkaffee

09.04 (14)

Monatsspruch November

Gott spricht:
Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.
Ezechiel 37,27

Liebe Leserin, lieber Leser,
Was für eine schöne, was für eine beunruhigende Aussicht! Gott mitten in unseremmonatspruch bild Alltag; das wird etwas verändern. Endlich sind wir nicht mehr den Verhältnissen und unseren Ängsten ausgeliefert, denn Gott macht uns stark. Endlich wird allen – uns aber eben auch! – klar gemacht, wie wir aufhören können (müssen), uns zuerst zu sehen und die anderen immer schlechter zu behandeln, je fremder sie uns sind.
Gott wird unterbrechen, womit wir uns abgefunden haben; eine neue Sicht auf die Welt wird unsere Herzen hell machen! Sicher fällt uns da zuerst auf, was schief ist. Das hilft uns beim besser machen. Aber dann sehen und schätzen wir auch die kleinen Zeichen von Respekt, Freundschaft und Hoffnung, die überall in Stadt und Land schon da sind. Denn immer wieder unterschätzt wird, dass Gott in dem Zimmermann Jesus schon angefangen hat, unter uns zu wohnen und mit uns zu gehen. Selbst Jesu Tod am Kreuz konnte die Nähe Gottes nicht verhindern, die uns jetzt unruhig macht und auch hoffen lässt.

– Gottes Wärme mitten in allem wünscht Eure/Ihre Pastorin Regina Waack