Weihnachten

Weihnachten methodisten

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Zweiter Sonntag im Advent

Predigt über Jesaja 63,15-16+17+19b+64,1-3

Pastorin Regina Waack

15 Schau herab vom Himmel und sieh herab von der Wohnung deiner Heiligkeit und deiner Herrlichkeit! Wo sind dein Eifer und deine Kraft? Das Aufwallen deiner Gefühle und dein Erbarmen – mir hast du es nicht gezeigt.

16 Du bist doch unser Vater! Abraham hat nichts von uns gewusst, und Israel kennt uns nicht. Du, HERR, bist unser Vater, Unser-Erlöser-seit-uralten-Zeiten ist dein Name.

17 Warum, HERR, lässt du uns umherirren, fern von deinen Wegen, verhärtest unser Herz, so dass wir dich nicht fürchten? …

19 Wir sind wie die geworden, über die du nie geherrscht hast, über denen dein Name nicht ausgerufen wurde. Hättest du doch schon den Himmel zerrissen, wärst schon herabgestiegen, so dass die Berge vor dir erbebt wären,

1 wie Feuer Reisig entzündet, wie Feuer Wasser zum Aufwallen bringt, um deinen Name bekannt zu machen bei deinen Feinden. Die Völker zittern vor dir,

2 wenn du wunderbare Dinge tust, auf die wir nicht zu hoffen wagen. Wenn du herabsteigst, beben die Berge vor dir.

3 Und nie zuvor hat man davon gehört, nie haben wir davon gehört: Kein Auge hat je einen Gott außer dir gesehen, der solches tut für die, die auf ihn warten.

Ihr Lieben,

Peanuts Depression Adventerst mal habe ich euch diesen herrlichen Comic von den Peanuts mitgebracht. Ja, wie beurteilen wir die Welt um uns herum; wie sehen wir unser eigenes Leben? Sind wir deprimiert oder warten wir noch?

Ja, einige unter uns warten sehnsüchtig darauf, gesund zu werden. Andere warten, dass der Vorweihnachtsstress nachlässt, in den sie hineingezogen sind. Andere stehen vor den alljährlichen Aufgaben zu Jahresende und sehnen sich danach, sie bewältigt zu haben.

Ja, viele warten, aber rechnen sie – und rechnen wir – dabei mit Gott? Also meiner Meinung nach müssten wir alle rufen: Warum lässt du uns, HERR, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, sodass wir dich nicht fürchten?

„Ich fürchte, dass“ heißt im Deutschen oft etwas anderes als „ich zittere vor Angst“; meistens heißt es: „ich rechne mit etwas, was mich stört – und versuche mich darauf einzustellen.“ Z.B. „ich fürchte, dass es anfängt zu regnen, also nehme ich einen Schirm mit.“ Oder „ich fürchte, dass die anderen recht haben, dann muss die Politik anders handeln.“

Was sollten wir von Gott fürchten, womit könnte Gott uns denn stören? Gott könnte nicht nur – sondern Gott stört uns tatsächlich damit, dass wir nicht einfach unsere Familien und Freunde und alles um uns herum als einzige Wirklichkeit sehen. Da ist Gottes heilige Unzufriedenheit in uns und lässt uns fragen: „ ist das alles, dieses tägliche Beschäftigen mit meinem Körper und den Menschen und Dingen vor meiner Nase? Ist das die einzige Anerkennung für mein Leben, dass ich Aufgaben von anderen erfülle und sie mich loben?“

winter-1138911_1920Von der Frage: „Ist das alles?“, ist es nur ein kleiner Schritt zu der Frage: „Wo bleibt der Sinn unserer Tage; wo bleibt das Ziel unserer Unternehmungen; wo bleibt die Anerkennung, wenn wir keine Aufgaben erfüllen können?“ Eben haben wir gemeinsam gebetet: Wo ist dein leidenschaftlicher Eifer, dein großes Mitgefühl und dein Erbarmen?

Gottes leidenschaftlicher Eifer für unsere Welt zeigt sich nicht nur im Regenbogen nach allen Stürmen. Gott fühlt so leidenschaftlich mit, dass Gott selbst ein Mensch wie alle wurde.

Das ist unser großer Vorteil gegenüber denen, die zuerst mit Jesaja so gebetet haben wie wir eben. Diese Menschen um den dritten Jesaja waren zwar aus der Gefangenschaft zurückgekehrt, aber ihr Leben in der Heimat war genauso schlecht wie im Exil. Überall lagen noch Trümmer und um den Tempel kümmerte man sich kaum, weil alle mit ihrem Überleben beschäftigt waren. Sie fragten: wenn unsere Rückkehr wirklich Gottes Wille ist, warum baut Gott uns keine neue Gesellschaft, warum lässt Gott Ungerechtigkeit passieren?

Ja, wir Christen wissen warum: weil Gott uns als Partner und Stellvertreter ernst nimmt und uns auch in unseren Fehlern achtet. Darum hat Gott die Berge stehen lassen und das Feuer zurückgehalten und ist selber Mensch geworden in Jesus Christus. Jesus Christus ist neben Menschen gegangen und hat andauernd die andere Wirklichkeit hinter dem Jetzt und Hier angesprochen. Das hat die anderen erfreut, aber viele auch einfach sehr gestört.   Jesus Christus machte allen klar, dass wir Teil der guten Zukunft dieser Welt sein sollen; so wie wir sind, geben wir Gottes Liebe weiter. Das ist einfach gesagt und jeden Tag eine riesige Herausforderung.

Wir Menschen hätten lieber, dass Gott das ohne uns macht und wir nur genießen, was Gott schafft. So sind wir frustriert und zweifeln: „Ist Jesus Christus, Gott als Mensch, wirklich eine Macht für unsere Zukunft, wo bleiben die Zeichen, dass sich Gerechtigkeit und Liebe durchsetzen?“

Genauso haben die Menschen damals an Jesus gezweifelt und ihn töten lassen, weil er keine große Macht Gottes zeigte.

An seinem letzten Abend wusste Jesus, dass die Entscheidung der meisten Menschen gegen ihn gefallen war. Die Jünger und alle Mitjuden feierten zwar, dass Gott sie befreit hatte, aber es war nur noch Erinnerung an etwas, das schon fast ein Jahrtausend zurück lag. Genau wie einige Jahrhunderte früher die Menschen um Jesaja fragten sie: wo bleibt die Erlösung, wo bleibt Gott?

Jesus nahm das Brot und sagte: „hier ist Gott, denn hier ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Esst alle davon, dann bin ich in euch und stärke euch, wie jedes Essen euch verändert und stärkt.“

Als sie wie immer fragten, ob dies Jahr die endgültige Befreiung käme, ob also Elia den letzten Kelch austrinken würde und dann das Ende des Alten ansagen würde, da nahm Jesus diesen Kelch und sagte: „ Trinkt alle daraus, denn ihr alle seid Elia. Das Neue, die Befreiung, fängt jetzt an – mit mir und mit euch allen.“ Dann folgten der schreckliche Tod und die wundersame Auferstehung.

Das wissen wir alles. Auch wir feiern dieses letzte Abendmahl als Erinnerung.

Die Frage ist nur: haben wir auch Hoffnung? Lassen wir uns verändern, weil immer neu Gottes Bund mit uns anfängt, wenn wir aus dem Kelch trinken? Oder jammern wir uns fest, wie in dem Comic, das ich Euch schon gezeigt habe? Ach Gott, Komm plötzlich, komm mit großer Macht, Noch nie hat man von einem Gott gehört, der mit dir zu vergleichen wäre; noch nie hat jemand einen Gott gesehen, der so gewaltige Dinge tut für alle, die auf ihn hoffen. Amen.

Peanuts Depression Advent

Gottesdienste im Dezember 2017

So 03.12. 10:00 Uhr Adventsgottesdienst mit Regina Waack und Peter Nordmann
    11:00 Uhr „Risalamande“ und „Förtchen“ Adventsfeier für alle, die wollen –
Basar „Häkeln und Stricken“
So 10.12. 10:00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl mit Regina Waack und Raphael Kiss-Rabata
    11:00 Uhr Kirchenkaffee
So 17.12. 10:00 Uhr Gottesdienst am 3. Advent
    11:00 Uhr Kirchenkaffee
So 24.12. 10:00 Uhr Weihnachtsgottesdienst mit Regina Waack und Peter Nordmann
    11:00 Uhr Kirchenkaffee
So 31.12. 10:00 Uhr Gottesdienst zum Jahreswechsel mit Regina Waack und Edgar Nordmann
    11:00 Uhr Kirchenkaffee

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Veranstaltungen im Dezember

Mo 04.12. 15:00 Uhr Sozialprojekt „Häkeln und Stricken“
Di 05.12. 12:00 Uhr Straßenarbeit zusammen mit der Gemeinschaft in der Ev. Kirche
Mi 06.12. 06:00 Uhr Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit
Fr 08.12. 17:00 Uhr Trommeln mit Lydia
Fr 08.12. 19:00 Uhr Hauskreis Schleswig
Mo 11.12. 15:00 Uhr Sozialprojekt „Häkeln und Stricken“
Di 12.12. 12:00 Uhr Straßenarbeit zusammen mit der Gemeinschaft in der Ev. Kirche
Mi 13.12. 06:00 Uhr Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit
Do 14.12. 18:30 Uhr Hauskreis Flensburg
Fr 15.12. 17:00 Uhr Trommeln mit Lydia
Mo 18.12. 15:00 Uhr Sozialprojekt „Häkeln und Stricken“
Di 19.12. 12:00 Uhr Straßenarbeit zusammen mit der Gemeinschaft in der Ev. Kirche
18:00 Uhr öffentliche Sitzung der Gemeindeleitung
Mi 20.12. 06:00 Uhr Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit
Fr 22.12. 17:00 Uhr kein Trommeln mit Lydia wegen Weihnachtsferien
Mo 25.12. –.– kein Gottesdienst in der EmK Flensburg
Di 26.12. –.– kein Gottesdienst in der Emk Flensburg
Mi 27.12. 06:00 Uhr Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit
Fr 29.12. 17:00 Uhr kein Trommeln mit Lydia wegen Weihnachtsferien

 

Monatsspruch Dezember

sunrise-1959231_960_720Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

Lk 1,78-79

 

78 because of the tender mercy of our God,
by which the rising sun will come to us from heaven
79 to shine on those living in darkness
and in the shadow of death,
to guide our feet into the path of peace.”

Luke 1:78-79 New International Version (NIV)

 

„Irgalmában meglátogat minket a Magasságból, hogy világosságot adjon az embereknek, akik a sötétségben és a halál árnyékában ülnek, lábunkat meg a béke útjára irányítsa.“

Lukács 1, 78-79

Adventsfeier in Bildern

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Adventsfeier 2017 (16)Unsere Adventsfeier haben wir dieses Jahr am 1. Advent, den 3.12.2017 direkt nach dem Gottesdienst gefeiert.

Wie immer haben wir gesungen und viel gelacht. Adventsfeier 2017 (60)

Mary’s Boy Child
Es gab auch „Risalamande“, den traditionellen, dänischen Milchreis mit gehackten Mandeln und Sahne. Ein ganzer Mandel wurde jeweils in drei großen Schüsseln „versteckt“. Wer jeweils eine Mandel gefunden hatte, hat ein kleines Geschenk bekommen.

Adventsfeier 2017 (23)       Adventsfeier 2017 (50)

 

Für diejenigen, die keinen Milchreis mögen, gab es „Förtchen“, ein dänisch-norddeutsches Gebäck.

Adventsfeier 2017 (48)      Adventsfeier 2017 (47)

Der Apfent

Autor: Toni Lauerer

Adventsfeier 2017 (57)Der Apfent ist die schönste Zeit vom Winter. Die meisten Leute haben im Winter eine Grippe. Die ist mit Fieber. Wir haben auch eine, aber die ist mit Beleuchtung und man schreibt sie mit K. Drei Wochen bevor das Christkindl kommt stellt Papa die Krippe im Wohnzimmer auf. Meine kleine Schwester und ich dürfen mithelfen.

Viele Krippen sind langweilig, aber die unsere nicht, weil wir haben mords tolle Figuren darin. Ich habe einmal den Josef und das Christkindl auf den Ofen gestellt damit sie es schön warm haben und es war ihnen zu heiß. Das Christkindl ist schwarz geworden und den Josef hat es auf lauter Trümmer zerrissen. Ein Haxn von ihm ist bis in den Keksteig geflogen und es war kein schöner Anblick. Meine Mama hat mir a Watschn gebn und gsagt, dass net amal die Heiligen vor meiner Blödheit sicher san.

Wenn Maria ohne Mann und ohne Kind herumsteht, schaut es nicht gut aus. Abe0r ich Adventsfeier 2017 (55)habe gottseidank viele Figuren in meiner Spielzeugkiste und der Josef ist jetzt Donald Duck. Als Christkindl wollte ich den Asterix nehmen, weil der ist als einziger so klein, dass er in den Futtertrog gepasst hätte. Da hat meine Mama gesagt, man kann doch als Christkindl keinen Asterix hernehmen, da ist ja das verbrannte Christkindl noch besser. Es ist zwar schwarz, aber immerhin ein Christkindl.

Hinter dem Christkindl stehen zwei Oxn, ein Esel, ein Nilpferd und ein Brontosaurier. Das Nilpferd und den Brontosaurier habe ich hineingestellt, weil der Ox und der Esel waren mir zu langweilig. Links neben dem Stall kommen gerade die heiligen drei Könige daher. Ein König is dem Papa im letzten Apfent beim Putzen abigefallen und war dodal hin. Jetzt haben wir nur mehr zwei heilige Könige und einen heiligen Batman als Ersatz.

Normal haben die heiligen drei Könige einen Haufen Zeug für das Christkind dabei, nämlich Gold, Weihrauch und Puerree oder so ähnlich. Von den unseren hat einer anstatt Gold ein Kaugummipapierl dabei, das glänzt auch schön. Der andere hat eine Marlboro in der Hand, weil wir keine Weihrauch haben. Aber die Marlboro raucht auch schön, wenn man sie anzündet. Der heilige Batman hat eine Pistole dabei. Das ist zwar kein Geschenk für das Christkindl, aber damit kann er es vor dem Saurier beschützen.

Hinter den drei Heiligen sind ein paar rothäutige Indianer und ein kasiger Engel. Dem Engel ist ein Fuß abgebrochen, darum haben wir ihn auf ein Motorrad gesetzt, damit er sich leichter tut. Mit dem Motorrad kann er fahren, wenn er nicht gerade fliegt. Rechts neben dem Stall haben wir ein Rotkäppchen hingestellt. Sie hat eine Pizza und drei Weizen für die Oma dabei und reißt gerade eine Marone ab. Einen Wolf haben wir nicht, darum lugt hinter dem Baum ein Bummerl als Ersatz-Wolf hervor.

Mehr steht in unserer Krippe nicht, aber das reicht voll. Am Abend schalten wir die Lampen an und dann ist unsere Krippe erst so richtig schön. Wir sitzen so herum und singen Lieder vom Apfent. Manche gefallen mir, aber die meisten sind mir zu fad. Mein Opa hat mir ein Gedicht vom Apfent gelernt und es geht so: „Apfent, Apfent, der Obstler brennt. Erst saufst oan, dann zwoa drei vier, dann hauts de mit da Birn an d’Tuer. Obwohl dieses Gedicht recht schön ist, hat Mama gesagt, dass ich es mir nicht merken darf (der Papa singts aber auch oiwei!).

Im Apfent wird auch gebastelt. Wir haben eine große Schüssel voll Nüsse und eine kleine voll Goldstaub. Darin wälzen wir die Nüsse, bis sie goldern sind, und das Christkindl hängt sie später an den Christbaum. Man darf nicht fest schnaufen, weil der Goldstaub ist dodal leicht und er fliegt herum, wenn man hinschnauft.

Einmal habe ich vorher in den Goldstaub ein Niespulver hineingetan und wie mein Vater die erste Nuss darin gewälzt hat, tat er einen Nieserer, dass es ihn grissen hat und sein Gesicht war goldern und die Nuss nicht. Mama hat ihn geschimpft, weil er keine Beherrschung hat und sie hat gesagt, er stellt sich dümmer an als wie ein Kind. Meinem Vater war es recht zuwider und er hat nicht mehr mitgetan. Er hat gesagt, dass bei dem Goldstaub irgendetwas nicht stimmt und Mama hat gesagt, dass höchstens bei ihm etwas nicht stimmt. Ich habe mich sehr gefreut, weil es war insgesamt ein lustiger Apfentabend.

Kurz vor Weihnachten müssen wir unsere Wunschzettel schreiben. Meine Schwester wünscht sich meistens Puppen oder sonst ein Klump. Ich schreibe vorsichtshalber mehr Sachen drauf und zum Schluss schreibe ich dem Christkindl, es soll einfach soviel kaufen bis das Geld ausgeht. Meine Mama sagt, das ist eine Unverschämtheit und irgendwann bringt mir das Christkindl gar nichts mehr, weil ich nicht bescheiden bin. Aber bis jetzt habe ich immer etwas gekriegt. Und wenn ich groß bin und ein Geld verdiene, dann kaufe ich mir selber etwas und bin überhaupt nicht bescheiden. Dann kann sich das Christkindl von mir aus ärgern, weil dann ist es mir wurscht. Bis man schaut ist der Apfent vorbei und Weihnachten auch und mit dem Jahr geht es dahin. Die Geschenke sind ausgepackt und man kriegt bis Ostern nichts mehr, höchstens, wenn man vorher Geburtstag hat. Aber eins ist gwiss: Der nächste Apfent kommt bestimmt.