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Predigt zum Tag der Schöpfung

02. September 2018

Ihr Lieben,

Gestern hat die ACK Deutschland den Tag der Schöpfung gefeiert und lädt uns ein, diesen Tag nachzufeiern. Zwar ist das nahe an Erntedank, aber da ist doch ein Unterschied. Der Tag der Schöpfung ist nicht auf uns ausgerichtet, auch wenn er uns nützen kann.

Eine heile Schöpfung ist nämlich mehr als eine gute Ernte, eine heile Schöpfung ist Grundlage für ein gutes Miteinander von Menschen, und von Menschen und ihren Mitgeschöpfen. Deshalb hat die ACK Deutschland wohl auch den Tag der Schöpfung auf den Tag gelegt, mit dem der Zweite Weltkrieg angefangen hat. Gestern Mittag um 12.00 Uhr haben viele in einer Schweigeminute daran gedacht. Eine heile Schöpfung kann ein Gegengewicht zu Krieg sein.

Misereor Hungertuch 1982Das zeigt auch dies Bild, das ich Euch heute mitgebracht habe. Es ist ein „Hungertuch“, ein Fastentuch, das in der katholischen Kirche vor Ostern vor den Altar gehängt wird und uns an die Not in der Welt und unsere Verantwortung erinnert.

In der Mitte dieses Tuchs seht Ihr einen Baum voller verschiedener Früchte. Da sind Äpfel, Mango, Papaya, Ananas, Mandarinen, Datteln, Brotfrucht, Kakao. Vielleicht kennen Eure Kinder diese Früchte nicht mehr, denn die Vielfalt von Insekten, Vögeln und Pflanzen ist drastisch zurückgegangen.

Außerdem habe ich   in der Vorbereitung gelernt, dass wir Menschen gar nicht so einzigartig in Gottes Schöpfung sind: wir haben keinen eigenen Tag eingeräumt bekommen. Wir teilen uns den „sechsten Tag“ mit den kriechenden Tieren dieser Welt (Gen 1,24 – 26). So sind wir auch Teil der Früchte dieses Baumes, an dem der Gottmensch Jesus Christus hängt, oder auch Teil der Tiere, neben denen er links auf dem Bild steht. Wir sind auch Teil des Paradieses oben auf dem Bild. Wenn sich alle Menschen an die Zehn Gebote halten würden, dann könnte da eine fröhliche Gemeinschaft sein wie rechts oben auf dem Bild.

Oder es könnte sein, wie wir es eben aus dem Buch des Propheten Jesaja gehört haben: Wenn aber der Geist aus der Höhe über uns ausgegossen wird, dann wird die Wüste zum Garten und der Garten wird zu einem Wald. In der Wüste wohnt das Recht, die Gerechtigkeit weilt in den Gärten.   Das Werk der Gerechtigkeit wird der Friede sein, der Ertrag der Gerechtigkeit sind Ruhe und Sicherheit für immer.

Wir hier in Deutschland haben sehr viel Wald für unser mittelkleines Land verglichen mit anderen Ländern in Europa. Wir sind auch stolz auf unsere Gärten. Wir haben eigentlich genug Früchte, die wir essen können.

Trotzdem fühlen sich einige nicht sicher und in Frieden, weil Menschen aus anderen Misereor Hungertuch 1982Ländern unseren Wohlstand mit uns teilen wollen. Diese Menschen haben oft einiges von dem erlebt, was unten auf diesem Hungertuch dargestellt ist: Unterdrückung und Gewalt im eigenen Land, Not in Booten auf dem Meer, Zäune und Mauern um die Länder, in denen sie Zuflucht suchen.

Menschen, die ihren eigenen Gewinn suchen wie die Händler im Tempel auf dem Bild Mitte rechts, beuten andere aus wie auf dem Bild   Mitte links.

Christus ist mittendrin in all diesem. Christus leidet unten mit den Menschen unter der Folter der Soldaten oder im Boot. Wir wollen mit Christus gehen, doch so leiden wir hier nicht.

Eher passt es zu uns, wie Christus in der Mitte links und rechts auf das Paradies oben hinweist und sich dabei mit den Menschen anlegt, die nur an ihren kurzfristigen Vorteil denken. Ja, Jesus Christus riskierte viel – bis hin zur Gerichtsverhandlung und zum Todesurteil. Soviel brauchen wir meist in unserem Land nicht zu riskieren, wenn wir Zivilcourage zeigen, auf einen besseren Umgang mit unseren Mitgeschöpfen dringen und die Früchte unseres Landes mit allen teilen.

Seit Jesus Christus gestorben und auferstanden ist, ist der Zugang zum Paradies oben für uns alle wieder offen. Wir können zu einer Art Zehn Gebote für die Welt kommen, an die sich alle halten. Als einen ersten Schritt haben die meisten Länder der Erde die Charta für Menschenrechte unterschrieben. Viele haben sich auch in Paris zur Bewahrung unseres Klimas und damit zur Bewahrung der Schöpfung verpflichtet. Jetzt müssen wir weitergehen, damit wir zu einer Gemeinschaft kommen, wo alle mit den Früchten unserer Erde gemeinsam ein Fest feiern. Noch gibt es genug, es ist nur ungerecht verteilt.

Leider passiert manchmal, was Jesaja so beschreibt: Aber der Wald stürzt in jähem Sturz, die Stadt versinkt in der Tiefe.

Auch in diesem Sommer haben wir von „Land unter“ gehört und gesehen oder auch Nachrichten von verheerenden Waldbränden bekommen. Sehr oft sind mittelbar oder unmittelbar Menschen mit ihren Rücksichtlosigkeiten gegen die Natur verantwortlich für diese Katastrophen.

Aber immer noch sind wir in Europa gesegnet, wie Jesaja schreibt: Wohl euch! Ihr könnt an allen Gewässern säen und eure Rinder und Esel frei laufen lassen.

Unsere Landwirtschaft kann immer noch neu anfangen, ohne sich vor einem Krieg fürchten zu müssen. Das war ja vor 70 Jahren in Polen für die Land-wirte anders, denn sie mussten mit den Verwüstungen durch Panzer auf ihren Äckern leben. Bis heute hören wir davon schlimme Geschichten. Einige hier sind immer noch dadurch gezeichnet.

Gute Natur und Frieden gehören zusammen. GottseiDank haben wir heute hier wieder beides! Lasst uns darauf aufpassen, damit wir uns lange mit anderen daran freuen können. Amen.

Misereor Hungertuch 1982

 

 

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Monatsspruch September

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er

die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht

ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.

Pred 3,11

Liebe Leserin, lieber Leser,

bild septDiese Ruine fanden wir an einer alten Handelsstraße, die heute nur noch ein Wirtschaftsweg ist. Irgendwie schön, wie diese Erinnerung an alte Größe aus dem ewigen Zugriff der Natur freigelegt wurde! Nach diesem heißen Sommer fürchten sich viele Landwirte vor dem Ruin. Auch unsere Gemeinde fürchtet oft, dass nur Erinnerungen von ihr bleiben könnten. Wir alle wissen nicht, was von der Ernte unseres Lebens bleibt. Aber Gott weiß es. Gott kann etwas Schönes aus dem machen, was von uns bleibt, wenn wir selbst längst nur Erinnerungen sind. Darum bin ich froh über alles, was ich diesen Sommer und in meinem Leben erfahren habe, und vertraue es Gott an.

Eine gelassene und gesegnete (Lebens-)Ernte wünscht Eure/Ihre Pastorin

Regina Waack

 

Unterwasserwelt der Flensburger Förde

unterwasserwelt montageUnterwasserwelt der Flensburger Förde

von Thomas Raake

 

In diesem Vortrag zeigt der Flensburger Berufsfotograf und Sporttaucher dem Zuschauer anhand von rund 100 Über- und vor allem Unterwasseraufnahmen, dass die Ostsee nicht trüb, dreckig und leblos ist! Eine für viele unbekannte, bunte Artenvielfalt wartet darauf entdeckt zu werden. In der Einleitung wird die Entstehung der Ostsee dargestellt und Informationen über die Sporttaucherei gezeigt. Zu den Aufnahmen werden Informationen zu den verschiedenen Lebewesen gegeben. Dauer: ca. 75 Minutenemk logo fl

Wir laden Sie zu diesem interessanten Vortrag herzlich ein und freuen uns auf viele Gäste!

Eintritt frei, für eine kleine Spende am Eingang wären wir dankbar.

 

Israelsonntag 2018

Der 10. Sonntag nach Trinitatis ist der sogenannte Israelsonntag

 Hier einige Hintergrundinformation zum Judentum

Nach dem starken Zuzug von Juden aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion in den 1990er Jahren gibt es heute wieder mehr als 100 jüdische Gemeinden in der Bundesrepublik. Zu den in ihnen registrierten etwa 100.000 Jüdinnen und Juden kommen vermutlich noch einmal so viele hinzu, die keine Gemeindemitglieder sind – eine recht kleine Zahl auf die deutsche Gesamtbevölkerung gesehen.

Besonders die Metropole Berlin zieht junge Israelis an. Mindestens 30.000 junge Juden aus Israel leben in der Hauptstadt und tragen z.B. zum kulturellen Leben bei.

In Deutschland gibt es mittlerweile fast alles auf „jüdisch“, was es sonst auch gibt: jüdische Sportclubs und Zeitungen, Schulen, Hochschulen, Websites, Theater, Musikfestivals, usw.

Leider werden Juden in Europa zunehmend geängstigt und bedroht. Der klassische Antisemitismus von rechts ist nach wie vor aktiv. Bei seinen judenfeindlichen Bildern bedienen sich europäische Muslime. Mörderisch ist der Judenhass von Islamisten, die – vor allem in Frankreich – gezielt Juden töten.

Quelle: Pastorin Hanna Lehming, Beauftragte für christlichjüdischen Dialog der Nordkirche

Das Leben der Jüdinnen und Juden spielt sich heute in Europa zwischen Normalität und Unsicherheit ab.

Israelsonntag / Schlußgebet

Barmherziger Gott,

Juden und Christen leben in unserem Land friedlich und respektvoll miteinander. Das ist nach so viel Leid ein Wunder und Geschenk.

Wir danken dir für jüdische Gesprächspartner, die mit uns in der Bibel lesen, uns ihren Glauben und ihre Traditionen erklären und offen für Fragen sind.

Hilf, dass die Erneuerung unseres Verhältnisses zum Judentum in den Kirchen weitergeht und unser Miteinander verlässlich trägt.

Gott des Friedens,

wir beklagen, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland und in Europa immer wieder Angst haben müssen. Sie werden angefeindet, angegriffen und sogar getötet.

Lass uns fest an ihrer Seite stehen gegen jede Art von menschenverachtender Feindschaft.

Gott, Vater der Kinder Israels, halt uns bei Deinem Wort, das Dein Volk für die ganze Welt bewahrt hat, das Wort der Liebe, der Gerechtigkeit, der Hoffnung und des Friedens, auf das wir dankbar hören. Amen.

 

Gottesdienste im August

 

Sonntag 5. Aug. 10.00 Gottesdienst Zsolt Kiss-Rabata und Peter Nordmann
Sonntag 5. Aug. 11:00 Kirchenkaffee
Sonntag 12. Aug. 10:00 Kanzeltausch mit Eckehard Schulz und Dorothea Messner
Sonntag 12. Aug. 11:00 Kirchenkaffee
Sonntag 19. Aug. 10.00 Gottesdienst mit Abendmahl mit Regina Waack und Raphael Kiss-Rabata
Sonntag 19. Aug. 11.00 Kirchenkaffee
Sonntag 26. Aug. 10.00 Gottesdienst mit Zsolt Kiss-Rabata und Uwe Lembcke
Sonntag 26. Aug. 11:00 Kirchenkaffee

 

Veranstaltungen im August

 

Mittwoch 01.08.18 06.00 Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit
Freitag 03.08.18 17.00 Kein! Trommeln mit Lydia wegen Sommerferien
Dienstag 07.08.18 12.00 Keine! Straßenarbeit wegen Sommerferien
Mittwoch 08.08.18 06.00 Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit
Freitag 10.08.18 17.00 Kein! Trommeln mit Lydia wegen Sommerferien
Freitag 10.08.18 19.00 Hauskreis Schleswig
Dienstag 14.08.18 12.00 Straßenarbeit zusammen mit der Gemeinschaft in der Ev. Kirche
Mittwoch 15.08.18 06.00 Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit
Freitag 17.08.18 17.00 Kein! Trommeln mit Lydia wegen Sommerferien
Dienstag 21.08.18 12.00 Straßenarbeit zusammen mit der Gemeinschaft in der Ev. Kirche
Mittwoch 22.08.18 06.00 Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit
Freitag 24.08.18 17.00 Trommeln mit Lydia
Dienstag 28.08.18 12.00 Straßenarbeit zusammen mit der Gemeinschaft in der Ev. Kirche
Dienstag 28.08.18 18:00 öffentliche Sitzung der Gemeindeleitung
Mittwoch 29.08.18 06.00 Gebetskette für Stadt und Land für Erweckung und Weisheit
Freitag 31.08.18 17.00 Trommeln mit Lydia