Archiv der Kategorie: Monatsspruch

Zum Monatsspurch im Mai

Monatsspruch Mai:

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.

Hebräer 11,10

mmp1Liebe Leserin, lieber Leser,

Die ersten Frühlingsblüher sind schon verwelkt und haben sich in die Erde zurückgezogen. Trotzdem habe ich mich gefreut, denn Blüten sind immer Vorboten von Frucht, sogar wenn die Früchte für Menschen unnütz sind. Oft sehen wir nicht, wie die Zwiebeln in der Erde wieder dick werden für die nächste Frühjahrsblüte. Auch die Verwandlung der Kätzchen in Eicheln wird uns erst wichtig, wenn wir sie braun am Boden sehen. Doch für mich ist eine grüne Eichel ein Symbol für den Glauben, denn sie sagt: „finde mich – aber lass mich am Baum; gib mir Zeit zum Reifen, dann nähre ich die Welt und gebe dir Material zum Spielen und Basteln.“ Auch der Glaube ist kein Mittel, damit ich bestimmte Ziele erreiche, sondern eine liebevolle Beziehung zu Gott. Wenn diese Beziehung zu Gott wächst und reift, dann ergeben sich Möglichkeiten, mein Leben und das Leben der anderen oder auch der Welt zu verbessern. Sie sind Nebenprodukte einer Haltung, die Gott und allem eine Zukunft zutraut. So können wir uns am Reifen freuen und versuchen, die Welt erst mal ohne direkten Nutzen für uns aber zur Freude aller zu gestalten. Später, wenn alles reif ist, wird Gott uns schon genügend Nützliches schenken.

Eure/Ihre Pastorin Regina Waack

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Monatsspruch März

foto mpEs ist vollbracht.

Johannes 19,30

Liebe Leserin, lieber Leser,

dieser Spruch klingt nach Rückschau, hat aber auch etwas von Zukunft. Viel Mühe und große Qual liegt hinter Jesus, als er ihn sagt; mit viel Mühe sind auch einige unter uns durch den Winter gekommen. Jetzt sind wir in der Zielgeraden: Jesus befiehlt sein Leben Gott an und geht durch das Grab und den Tod hindurch in die Auferstehung. In unseren Breiten geht die Natur das Blühen neu an, und auch wir Menschen raffen uns neu auf. Wichtig ist das Ziel allen Lebens: Gott zu loben, indem alle das tun, wofür Gott sie alle ins Leben gerufen hat. Für uns Menschen heißt das: unsere Welt pflegen und miteinander Dinge hervorbringen, die die Vielfalt auf unserer Erde fördern. Die letzten Wochen der Passionszeit können wir nutzen, um endlich Gewohnheiten, die uns oder andere unnötig belasten, auszutauschen gegen solche, die uns oder anderen neue Möglichkeiten geben. Solch eine Umstellung ist immer sehr mühsam. Wie wunderbar, wenn sie vollbracht ist! „Wenn wir lieben, ist Gott da und seine Liebe hat in uns ihr Ziel erreicht.“ (1.Joh 4,12)

Eure/Ihre Pastorin Regina Waack

Monatsspruch Januar

1Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren.

5.Mose 5,1

Liebe Leserin, lieber Leser,

endlich mal das Neue Jahr nicht mit Getöse und guten Vorsätzen sondern mit Ausruhen beginnen! Einfach nur den Zwischenraum zwischen Altem und Neuem wahr nehmen, denn den gibt es, obwohl die Zeit Sekunde um Sekunde weiter geht. Gott gab uns dem Auftrag, unsere Erde zu bewahren und zu pflegen, dafür müssen wir arbeiten. Doch Gott gab uns auch den Auftrag in regelmäßigen Abständen, möglichst einmal die Woche, zu ruhen. Alle sollen es: sogar die, die unsere Kultur nicht teilen, sogar die Tiere! Das ist Gottes Geschenk gegen (Selbst-)Ausbeutung und Tierquälerei. Wenn wir es verlieren, dann drohen Krankheiten und Burnout. Nur die Ruhe in allem Stress, Gott sorgt für das Wichtige!

Eure/Ihre Pastorin Regina Waack

Monatsspruch Dezember

sunrise-1959231_960_720Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

Lk 1,78-79

 

78 because of the tender mercy of our God,
by which the rising sun will come to us from heaven
79 to shine on those living in darkness
and in the shadow of death,
to guide our feet into the path of peace.”

Luke 1:78-79 New International Version (NIV)

 

„Irgalmában meglátogat minket a Magasságból, hogy világosságot adjon az embereknek, akik a sötétségben és a halál árnyékában ülnek, lábunkat meg a béke útjára irányítsa.“

Lukács 1, 78-79

Monatsspruch November

Gott spricht:
Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.
Ezechiel 37,27

Liebe Leserin, lieber Leser,
Was für eine schöne, was für eine beunruhigende Aussicht! Gott mitten in unseremmonatspruch bild Alltag; das wird etwas verändern. Endlich sind wir nicht mehr den Verhältnissen und unseren Ängsten ausgeliefert, denn Gott macht uns stark. Endlich wird allen – uns aber eben auch! – klar gemacht, wie wir aufhören können (müssen), uns zuerst zu sehen und die anderen immer schlechter zu behandeln, je fremder sie uns sind.
Gott wird unterbrechen, womit wir uns abgefunden haben; eine neue Sicht auf die Welt wird unsere Herzen hell machen! Sicher fällt uns da zuerst auf, was schief ist. Das hilft uns beim besser machen. Aber dann sehen und schätzen wir auch die kleinen Zeichen von Respekt, Freundschaft und Hoffnung, die überall in Stadt und Land schon da sind. Denn immer wieder unterschätzt wird, dass Gott in dem Zimmermann Jesus schon angefangen hat, unter uns zu wohnen und mit uns zu gehen. Selbst Jesu Tod am Kreuz konnte die Nähe Gottes nicht verhindern, die uns jetzt unruhig macht und auch hoffen lässt.

– Gottes Wärme mitten in allem wünscht Eure/Ihre Pastorin Regina Waack