Archiv der Kategorie: Monatsspruch

Monatsspruch Dezember

Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.

Mt 2,10

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Monatsspruch November

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.

Offb 21,2

Liebe Leserin, lieber Leser,

GrenzenDesVerstandes_Paul_Klee_Muenchen_1927wie können Häuser aus dem Himmel kommen? Wie können Häuser wie Menschen sein? Das Buch der Offenbarung, das letzte in der Bibel, ist voller seltsamer Bilder. Manche übersteigen die Grenzen unseres Verstandes wie auch dies Bild von Paul Klee. Viele düstere Bilder gibt es am Ende der Bibel; sie warnen vor Gewalt und Not. Am Ende des Jahres verdüstern die Ängste davor die Lust am Leben. Doch dann wachsen aus Schrecken zarte Bilder der Hoffnung. Ich denke an die Frau, die vor dem Drachen flieht und einen Sohn bekommt, der am sichersten Ort der Welt, an Gottes Thron, aufwächst. Von diesem Kind wird erwartet, dass es „mit eisernem Stab“- also mit Gewalt? – Frieden und Recht durchsetzt. Aber Jesus setzt lieber auf Liebe und Geduld, damit alle sich einigen und an gerechtem Frieden freuen können. Auf diese Morgendämmerung der Vernunft und Sonne der Gerechtigkeit hoffe und warte ich, auch wenn sie vielleicht noch so dunkel ist wie auf diesem Bild.

Eine gesegnete Warte- und Weihnachtszeit wünscht Eure/Ihre Pastorin

Regina Waack

Monatsspruch September

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er

die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht

ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.

Pred 3,11

Liebe Leserin, lieber Leser,

bild septDiese Ruine fanden wir an einer alten Handelsstraße, die heute nur noch ein Wirtschaftsweg ist. Irgendwie schön, wie diese Erinnerung an alte Größe aus dem ewigen Zugriff der Natur freigelegt wurde! Nach diesem heißen Sommer fürchten sich viele Landwirte vor dem Ruin. Auch unsere Gemeinde fürchtet oft, dass nur Erinnerungen von ihr bleiben könnten. Wir alle wissen nicht, was von der Ernte unseres Lebens bleibt. Aber Gott weiß es. Gott kann etwas Schönes aus dem machen, was von uns bleibt, wenn wir selbst längst nur Erinnerungen sind. Darum bin ich froh über alles, was ich diesen Sommer und in meinem Leben erfahren habe, und vertraue es Gott an.

Eine gelassene und gesegnete (Lebens-)Ernte wünscht Eure/Ihre Pastorin

Regina Waack

 

Zum Monatsspurch im Mai

Monatsspruch Mai:

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.

Hebräer 11,10

mmp1Liebe Leserin, lieber Leser,

Die ersten Frühlingsblüher sind schon verwelkt und haben sich in die Erde zurückgezogen. Trotzdem habe ich mich gefreut, denn Blüten sind immer Vorboten von Frucht, sogar wenn die Früchte für Menschen unnütz sind. Oft sehen wir nicht, wie die Zwiebeln in der Erde wieder dick werden für die nächste Frühjahrsblüte. Auch die Verwandlung der Kätzchen in Eicheln wird uns erst wichtig, wenn wir sie braun am Boden sehen. Doch für mich ist eine grüne Eichel ein Symbol für den Glauben, denn sie sagt: „finde mich – aber lass mich am Baum; gib mir Zeit zum Reifen, dann nähre ich die Welt und gebe dir Material zum Spielen und Basteln.“ Auch der Glaube ist kein Mittel, damit ich bestimmte Ziele erreiche, sondern eine liebevolle Beziehung zu Gott. Wenn diese Beziehung zu Gott wächst und reift, dann ergeben sich Möglichkeiten, mein Leben und das Leben der anderen oder auch der Welt zu verbessern. Sie sind Nebenprodukte einer Haltung, die Gott und allem eine Zukunft zutraut. So können wir uns am Reifen freuen und versuchen, die Welt erst mal ohne direkten Nutzen für uns aber zur Freude aller zu gestalten. Später, wenn alles reif ist, wird Gott uns schon genügend Nützliches schenken.

Eure/Ihre Pastorin Regina Waack

Monatsspruch März

foto mpEs ist vollbracht.

Johannes 19,30

Liebe Leserin, lieber Leser,

dieser Spruch klingt nach Rückschau, hat aber auch etwas von Zukunft. Viel Mühe und große Qual liegt hinter Jesus, als er ihn sagt; mit viel Mühe sind auch einige unter uns durch den Winter gekommen. Jetzt sind wir in der Zielgeraden: Jesus befiehlt sein Leben Gott an und geht durch das Grab und den Tod hindurch in die Auferstehung. In unseren Breiten geht die Natur das Blühen neu an, und auch wir Menschen raffen uns neu auf. Wichtig ist das Ziel allen Lebens: Gott zu loben, indem alle das tun, wofür Gott sie alle ins Leben gerufen hat. Für uns Menschen heißt das: unsere Welt pflegen und miteinander Dinge hervorbringen, die die Vielfalt auf unserer Erde fördern. Die letzten Wochen der Passionszeit können wir nutzen, um endlich Gewohnheiten, die uns oder andere unnötig belasten, auszutauschen gegen solche, die uns oder anderen neue Möglichkeiten geben. Solch eine Umstellung ist immer sehr mühsam. Wie wunderbar, wenn sie vollbracht ist! „Wenn wir lieben, ist Gott da und seine Liebe hat in uns ihr Ziel erreicht.“ (1.Joh 4,12)

Eure/Ihre Pastorin Regina Waack

Monatsspruch Januar

1Der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht. An ihm darfst du keine Arbeit tun: du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und dein ganzes Vieh und dein Fremder in deinen Toren.

5.Mose 5,1

Liebe Leserin, lieber Leser,

endlich mal das Neue Jahr nicht mit Getöse und guten Vorsätzen sondern mit Ausruhen beginnen! Einfach nur den Zwischenraum zwischen Altem und Neuem wahr nehmen, denn den gibt es, obwohl die Zeit Sekunde um Sekunde weiter geht. Gott gab uns dem Auftrag, unsere Erde zu bewahren und zu pflegen, dafür müssen wir arbeiten. Doch Gott gab uns auch den Auftrag in regelmäßigen Abständen, möglichst einmal die Woche, zu ruhen. Alle sollen es: sogar die, die unsere Kultur nicht teilen, sogar die Tiere! Das ist Gottes Geschenk gegen (Selbst-)Ausbeutung und Tierquälerei. Wenn wir es verlieren, dann drohen Krankheiten und Burnout. Nur die Ruhe in allem Stress, Gott sorgt für das Wichtige!

Eure/Ihre Pastorin Regina Waack

Monatsspruch Dezember

sunrise-1959231_960_720Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.

Lk 1,78-79

 

78 because of the tender mercy of our God,
by which the rising sun will come to us from heaven
79 to shine on those living in darkness
and in the shadow of death,
to guide our feet into the path of peace.”

Luke 1:78-79 New International Version (NIV)

 

„Irgalmában meglátogat minket a Magasságból, hogy világosságot adjon az embereknek, akik a sötétségben és a halál árnyékában ülnek, lábunkat meg a béke útjára irányítsa.“

Lukács 1, 78-79