Archiv der Kategorie: Sonstige

Gottesdienste im November

 

Sonntag 4. November 10.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl mit Regina Waack und Uwe Lembce
    11.00 Uhr Kirchenkaffee
Sonntag 11. November 10.00 Uhr Gottesdienst mit Peter Mauelshagen und Dorothea Messner
    11.00 Uhr Kirchenkaffee
Sonntag 18. November 10.00 Uhr Gottesdienst zur Friedensdekade mit Regina Waack und Edgar Nordmann
    11.00 Uhr Kirchenkaffee
Sonntag 25. November 10.00 Uhr Gottesdienst mit Totengedenken mit Regina Waack und Peter Nordmann
    11.00 Uhr Kirchenkaffee

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wer sind die Methodisten?

Fakten und Daten

Methodistische und wesleyanische Kirchen sind Kirchen, die in Theologie und Kirchenverfassung auf der von John Wesley begründeten methodistischen Tradition beruhen. Bei John Wesley liegt das Hauptgewicht seiner Theologie nicht auf Meinungen und Lehren, sondern auf Gesinnung und Lebensführung. 

Neben intensivem Bibelstudium und gemeinsamem Beten waren ihnen vor allem die praktischen Dienste an Armen, Kranken, Arbeitslosen und Gefangenen wichtig. Deshalb wurden sie als methodistisch verspottet. Mitbegründer der methodistischen Kirchen waren Johns Bruder Charles Wesley und George Whitefield.

Die Kirchen methodistischer und wesleyanischer Tradition sind im Weltrat methodistischen Kirchen (WMC) organisiert, der zu den großen protestantischen Kirchenbünden zählt. Im deutschen Sprachraum vertretene Gliedkirchen des WMC sind die Evangelisch-methodistische Kirche und die Kirche des Nazareners.

Zum Weltrat der methodistischen Kirchen gehören 80 methodistische Kirchen in 133 Ländern, die insgesamt etwa 80 Millionen Mitglieder repräsentieren, was den Methodismus zu einer der weltweit größten evangelischen Konfessionen macht.

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Die United Methodist Church ist die zweigrößte protestantische Kirche in der USA. (Die größte sind die Baptisten.)

 

Interchurch Center in New York und Temple Building in Chicago

Die Metodist Curch of Great Britain ist die   viergrößte christliche Kirche in Großbritannien. Sie haben ca. 300 000 Mitglied und 6000 Gemeinden.

 

Westminster Methodist Central Hall in London

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) (englisch United Methodist Church, UMC) ist eine Kirche in der wesleyanischen Tradition. Sie steht auf dem Boden der Reformation und für ihre Theologie waren anglikanische, lutherische, herrnhutische und gemäßigt-calvinistische Einflüsse bestimmend. Sie ist eines von achtzig Mitgliedern im Weltrat methodistischer Kirchen. Angehörige der Evangelisch-methodistischen Kirche werden ebenso wie Angehörige anderer methodistischer Kirchen als Methodisten bezeichnet.

In Deutschland wurde die methodistische Kirche durch Rückwanderer aus England und den USA gegründet. Impulse von England aus gibt es ab 1831, aus den USA kommend ab 1848.   Die Kirchenglieder und Kirchenangehörige der evangelisch-methodistischen Kirche in 473 Gemeinden in Deutschland (Stand 31.13.2016): 50 944.

emk

Weltbekannte Methodisten

 

 

emk logo fl»Das Soziale Bekenntnis« der Evangelisch-methodistischen Kirche 

Wir glauben an Gott, den Schöpfer der Welt,
und an Jesus Christus, den Erlöser alles Erschaffenen, und an den Heiligen Geist, durch den wir Gottes Gaben erkennen.
Wir bekennen, diese Gaben oft missbraucht zu haben, und bereuen unsere Schuld.
Wir bezeugen, dass die natürliche Welt Gottes Schöpfungswerk ist.
Wir wollen sie schützen und verantwortungsvoll nutzen.
Wir nehmen dankbar die Möglichkeiten menschlicher Gemeinschaft an.
Wir setzen uns ein für das Recht jedes Einzelnen
auf sinnvolle Entfaltung in der Gesellschaft.
Wir stehen ein für das Recht und die Pflicht aller Menschen, zum Wohl des Einzelnen und der Gesellschaft beizutragen.
Wir stehen ein für die Überwindung von Ungerechtigkeit und Not.
Wir verpflichten uns zur Mitarbeit am weltweiten Frieden und treten ein für Recht und Gerechtigkeit unter den Nationen.
Wir sind bereit, mit den Benachteiligten unsere Lebensmöglichkeiten zu teilen.
Wir sehen darin eine Antwort auf Gottes Liebe.

Wir anerkennen Gottes Wort
als Maßstab in allen menschlichen Belangen
jetzt und in der Zukunft.
Wir glauben an den gegenwärtigen und endgültigen Sieg Gottes.
Wir nehmen seinen Auftrag an, das Evangelium in unserer Welt zu leben.
Amen.

 

 

 

Predigt über Jeremia 23,16-29

Ihr Lieben,
wie gut, dass unser kirchlicher Kalender seit 2000 Jahren dem Jahreslauf auf der Nordhalbkugel unserer Erde angepasst ist! Da haben wir jetzt mit Ostern und Pfingsten die ganzen Feste hinter uns, die mit neuem Leben und neuem Blühen und Segen zu tun haben. Jetzt ist die Zeit unsere Aufgaben auf der Erde zu erfüllen; jetzt können wir in den Garten gehen und pflegen und bewahren, was da wächst. Als Menschen haben wir ja die Aufgabe auf der ganzen Erde zu pflegen und bewahren, was da wächst – nicht nur in der Natur auch an Gruppen und Verbänden und Gesellschaften. –
Auf den ersten Blick sollte uns das in Deutschland und Europa sehr leicht fallen. Hier ist die Konjunktur gut, viele haben Arbeit, viele Hilfsorganisationen sorgen für die anderen. Überall können wir uns mit Tat oder Geld beteiligen, aber es läuft auch ohne uns. Gut, ne?
An einem so wunderschönen Sommertag wie heute möchte ich am liebsten sagen und glauben: „was kümmert ihr euch um morgen? Alles ist gut, alles bleibt gut!“ Machen wir es uns auf der Terrasse im Schatten bequem. Sonntag ist Ruhetag.
Doch Gottes Wort für heute aus dem Buch des Propheten Jeremia rüttelt mich auf; esJeremia_Michelangelo_Sixtinische Kapelle erinnert an unbequeme Tatsachen in der Welt und in unserer Gemeinde. Ich lese mal vor: „Der Herr, der Herrscher der Welt, sagt: »Hört nicht auf das, was die Propheten euch verkünden! Sie halten euch zum Narren. Sie sagen euch, was ihr Herz ihnen eingibt, nicht was sie aus meinem Mund gehört haben. Denen, die meine Warnungen nicht ernst nehmen, wagen sie zu verkünden: ›Der Herr sagt: Es wird euch blendend gehen‹, und selbst denen, die ihrem eigensinnigen und bösen Herzen folgen, sagen sie: ›Ihr habt nichts Schlimmes zu befürchten.‹ Keiner dieser Propheten hat je in meiner Ratsversammlung gestanden und von meinen Plänen gehört; keiner hat erfasst, was ich will!« Wie ein verheerender Sturm wird der Zorn des Herrn losbrechen und alle Schuldigen treffen. Er wird nicht aufhören zu wüten, bis alles ausgeführt ist, was der Herr sich vorgenommen hat. Erst wenn es zu spät ist, werdet ihr zur Einsicht kommen und alles begreifen. »Ich habe diese Propheten nicht geschickt«, sagt der Herr, »und doch sind sie losgelaufen; ich habe nicht zu ihnen gesprochen und doch reden sie und berufen sich dabei auf mich. Wenn sie in meiner Ratsversammlung gestanden hätten, dann müssten sie meinem Volk doch verkünden, was ich gesagt habe; sie müssten es dazu anhalten, sein Leben und Tun zu ändern!«
Es ist eine Tatsache, dass jede und jeder, die oder der heute ein Kleidungsstück ohne Fair Trade Siegel trägt, zur Ausbeutung von Menschen und vor allem von Jugendlichen und Kindern beigetragen hat. Wir sind es also alle, denn es gibt wenig Fair Trade Wäsche.
Es ist auch eine Tatsache, dass alle, die mit einem Fahrzeug mit 4 Rädern hierhergekommen sind, sich an der Belastung unseres Klimas beteiligt haben. Nur wer mit einem Fahrrad ohne Elektromotor oder von Tür zu Tür zu Fuß gekommen ist, könnte da ein gutes Gewissen haben. Ich nicht, denn ich wollte nicht so schwitzen.
Und was ist mit unserer Gemeinde? Wir sind freundlich und einladend und haben es unter uns immer gemütlich. Doch wie pflegen wir die zarten Pflänzchen an Glauben und Suchen unter unseren Mitmenschen, die vielleicht durch die Teilnahme an einer der vielen Konfirmationen gewachsen sind? Zeigen wir uns mit unserem Glauben als Ansprechpartner für alles rund um die Liebe zu Mensch und Welt?
Außerdem gibt es auch Anzeichen, dass wir unser Gemeindeleben ändern müssen, weil wir für einige Dinge zu wenige Personen mit Kraft haben. Vielleicht meinen einige hier: „nun bin ich schon so alt. Die paar Jahre, die ich noch lebe, wird das mit der Gemeinde schon gut gehen. Was soll ich da ändern?“ Das kann ich gut verstehen. Aber ich fürchte, das Ende der methodistischen Gottesdienste am Sonntag ist näher, als wir gerne hätten.
Nun habe ich im Vergleich zu Jeremia ziemlich sanft gemahnt. Er hatte auch mit mehr politischer Propaganda zu kämpfen. Als Jeremia im Namen Gottes gegen die optimistischen Hofpropheten wütete, überlegte der israelische König mit seinen Räten gerade, ob sie mit Ägypten gegen die Babylonier kämpfen sollten statt sich zu unterwerfen und jährliche Abgaben zu zahlen. Jeremia sagte: „ Ihr werdet das verlieren und ins Exil gehen; unser Volk ist zu zerrissen, weil es so viel Ungerechtigkeit gibt.“– Die Hofpropheten sagten: „wir sind Gottes Volk, Gott ist mit uns.“ Ja, das war damals richtig und gilt auch heute noch für unsere Erde und für unsere Gemeinde. Gott ist mit uns, das werden wir gleich im Abendmahl wieder feiern. Aber Jeremia hat den Auftrag, eine andere Wahrheit über Gott daneben zu stellen. Ich lese vor: Der Herr sagt: »Ich bin nicht der nahe Gott, über den ihr verfügen könnt, ich bin der ferne Gott, der über euch verfügt. Niemand kann sich so gut verstecken, dass ich ihn nicht doch entdecken würde. Es gibt keinen Ort im Himmel und auf der Erde, an dem ich nicht wäre!«
Auch das ist wahr. Nur weil wir glauben und versuchen, in Jesu Spuren zu gehen, garantiert Gott nicht, dass wir es immer gemütlich haben. Gerade am Abendmahl sehen wir das, denn es wurde eingesetzt in der Nacht, als Jesus verraten wurde. Am Tag darauf wurde Jesus ausgepeitscht und hingerichtet. Jesus hatte sich im Mahl seinen Jüngern und uns für einen neuen Bund mit Gott gegeben, einen Tag später schrie er: “mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Ja, wir können Gott auch als gerade nicht da erleben.
Viele um uns herum denken ja, Gott ist weg – und das ist auch ganz gut so.
Jetzt kommt das Problem: welche Wahrheit ist dran? Welcher Prophet hat Recht? Die Schreiber des Alten Testaments machten es sich einfach: sie warteten, welche Weissagungen in Erfüllung gingen. Ein Prophet, der sagte, was eintraf, war ein wahrer Prophet, die anderen waren Lügner. — Wir heute haben es da leider schwerer. Denn wir stehen wie Jeremia mitten in den vielen Aussagen der Leute, die von Gott und von der Zukunft reden. — Es nützt uns leider auch nichts, wenn wir wie Jeremia gegen Träume wüten. Ich lese mal vor: Der Herr sagt: »Ich habe das Gefasel dieser Propheten gehört. ›Ich hatte einen Traum, ich hatte einen Traum!‹, sagen sie und wollen damit das Volk glauben machen, dass sie in meinem Auftrag reden. Aber alles, was sie vorbringen, ist Lug und Trug.  Wie lange soll das noch so weitergehen? Was haben diese Propheten damit im Sinn, dass sie Lügen verbreiten, ihre eigenen Hirngespinste?  Mit ihren Träumen, mit denen einer vor dem andern großtut, verfolgen sie nur ein Ziel: Mein Volk soll mich vergessen, genauso wie ihre Vorfahren mich vergaßen und sich dem Götzen Baal zuwandten!  Der Prophet, der einen Traum hatte, kann auch nur seinen Traum erzählen; aber der, zu dem ich gesprochen habe, der wird zuverlässig mein Wort ausrichten. Man wird doch noch Weizen und Spreu unterscheiden können«, sagt der Herr. »Mein Wort brennt wie Feuer. Es ist wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt!“
Hätte Paulus nicht seinen Traum vom Mann aus Mazedonien gehabt, wären wir alle noch ohne Jesus Christus. Der Wachtraum von Petrus über das Tuch voller unreiner Tiere, von denen er essen sollte, weil sie vor Gott rein sind, hat bewirkt, dass wir heute hier so viele schöne Speisen genießen können.
Es gibt also viele Arten, auf denen uns Gott berührt und zu uns spricht. Da stehen wirPortrait of John Wesley 1703 - 1791 founder of Methodism alle miteinander zwischen von Gott gefunden sein und nach Gott suchen. John Wesley denkt an einige Verse in den Briefen des Neuen Testaments und gibt eine Möglichkeit zu unterscheiden, mit der ich etwas anfangen kann. Er schreibt (1772): »Um zu erkennen, ob Leute, die im Namen Gottes auftreten, falsche oder wahre Propheten sind, braucht man nur zu fragen: Welche Früchte bringt ihre Lehre bei ihnen selbst hervor? Welche Wirkung hat sie auf ihr Leben? Welchen Einfluss hat ihre Lehre auf ihr Herz? Zeigt ihr gesamter Lebenswandel, dass sie eine heilige, himmlische und göttliche Einstellung haben, dass sie die Gesinnung Jesu Christi in sich tragen? Zeigt ihr Lebenswandel, dass sie demütig, bescheiden und geduldig sind, Gott und Menschen lieben und fleißig sind, gute Werke zu tun? Ferner braucht man nur zu fragen: Welche Früchte bringt ihre Lehre bei ihren Hörern hervor? Und wenn schon nicht bei allen Hörern, so doch bei vielen, denn selbst die Apostel haben nicht alle ihre Hörer bekehrt. Haben sie die Gesinnung Christi angenommen? Leben sie nach seinem Vorbild? Haben sie damit begonnen, weil sie diese Männer hörten?«
Jeremiah betrauert die Zerstörung Jerusales_by_RepinJeremia war oft allein; er hat sehr unter dem Feuer des Wortes Gottes gelitten, weil er seine Volksgenossen liebte. Oft hat er über diese Last geklagt und doch durchgehalten, bis er Jahre nach der Zerstörung Jerusalems nach Ägypten verschleppt wurde und dort starb.
Obwohl wir von dem Neuanfang mit Gott durch Jesus Christus reden dürfen, müssen wir gucken, wo Gottes Liebe noch nicht zu Ziel gekommen ist. Gerade in einem wunderschönen Sommer müssen wir die Früchte pflegen, die Gottes Liebe in unserem Leben bringen will. Sonst trocknen sie aus, weil wir es uns zu gut gehen lassen. Gottes Wege bleiben unbequem, weil Gottes Liebe uns und unsere Mitmenschen und Mitgeschöpfe immer neu erreichen will. Amen.

Pastorin Regina Waack

Wenn Sonne und Wärme in unser Leben kommen

Ein sehr beeindruckender Artikel im Flensburger Tageblatt, geschrieben von unserer Pastorin, Regina Waack.

Das vollständige Text und der Artikel in der Zeitung:

Freiluftgottesdienst WaackWort zum Sonntag 22-4-2018

(Kirchliches Wort, SHZ)

Ist es nicht immer wieder erstaunlich, wie schnell etwas Wärme und Sonne die Natur und unser Lebensgefühl verändern? Vor etwa einer Woche hatten wir noch Winter; jetzt blüht vieles und wir planen Feste im Freien. Den ersten Sonnenbrand habe ich auch schon gesehen.

Mühsam erinnere ich mich an eine graue eher winterliche Zeit in meinem Leben. Das war, als ich mich zu dem Gedanken vortastete, dass Gott sich um mich kümmern und der Tod von Jesus Christus für mein Leben wichtig sein könnte. Lange blieb alles vage zwischen „Gott, falls es dich gibt…“ und „eigentlich müssen und können wir die Welt selber regeln.“ Doch dann blühte in meinem traurigen Herzen eine Erkenntnis auf: Gott schenkt mir die Sonne, weil Gott weiß, wie es ist zu trauern. Gott hat ja selber getrauert, als Jesus Christus am Kreuz hing. Für mich war das wie ein neues Leben. Auf einmal war ich froh und sommerlich – sehr zum Erstaunen meiner Familie, die noch trauerte.

Seitdem war mein Leben nie wieder so grau wie vor diesem Erlebnis. Zwar habe ich später noch mal sehr geweint oder hatte auch mal große Angst, aber ich blieb in all dem sicher, dass Jesus Christus mit mir geht. Norddeutsche Sommer kennen ja auch Regen und Stürme, aber sie sind trotzdem anders als Winter. Das sehe ich an der Flensburger Hafenspitze jeden Tag.

Paulus, der große Briefschreiber in der Bibel, meint: „Wenn ein Mensch zu Christus gehört, ist er schon »neue Schöpfung«. Was er früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen. (2. Korinther 5, 17)“ Für mich stimmt diese Beschreibung.

Ähnliche Frühlings- und Sommererfahrungen wünsche ich allen Leserinnen und Lesern auch.

Regina Waack, z. Zt. Pastorin der Ev.-methodistischen Kirche Flensburg

Artikel in FLT 21-4-18

Christen und die Obrigkeit – zwischen Unterstützung und Widerstand

image0011Vortrag von Uwe Heimowski, Politikbeauftragter der Deutschen Evangelischen Allianz am 23.9.17 um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum der Ev.-methodistischen Kirche, Fruerlundholz 18, 24943 Flensburg.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Christen gehört das Gebet für die Obrigkeit (1. Timotheus 2,1–2). Weil sie den  Staat als von Gott gesetzte Ordnung und menschliche Einrichtung zugleich verstehen, wird er von ihnen unterstützt (Matthäus 22,15–22; 1. Petrus 2,17), gefördert und kritisch begleitet (Römer 13,1; Titus 3,1). Im demokratischen Staat sind Christen aufgerufen, der „Demokratie zu geben, was  der Demokratie ist“, nämlich die aktive Mitwirkung. Dazu  gehört selbstverständlich auch, sich an Wahlen zu  beteiligen,  vielmehr aber ein umfassendes Engagement im Sinne des  biblischen Schöpfungsauftrags, das Sozialwesen mitzugestalten (1. Mose 1, 26-28; 1. Mose 2,15 u.a.)  und der Regierung auf die Finger zu schauen (Apg 5,29 und viele Propheten des Alten Testaments).  Sie verstehen die Verantwortung für diese Gesellschaft in diesem Sinne als Teil ihres Dienstes an den Menschen, denen sie Gutes tun wollen (1. Petrus 2,12ff; 3,17).

Uwe Heimowski ist in Nordfriesland aufgewachsen, war 2001 bis 2016 Pastor der EFG Gera, parallel Dozent zur Sozialethik (Berufsakademie Gera) und 2009-2016 Referent für Menschenrechte beim MdB Frank Heinrich. Seit 2016 ist er Politikbeauftragter der Deutschen Evangelischen Allianz beim Deutschen Bundestag. Wir freuen uns auf viele Gäste, die nachfragen und mitdiskutieren!

Reisesegen

wandern roadGeh mit Gottes Segen.

Er halte schützend seine Hand über dir,

bewahre deine Gesundheit und dein Leben

und öffne dir Augen und Ohren

für die Wunder der Welt.

Er schenke dir Zeit,

zu verweilen, wo es deiner Seele bekommt.

Er schenke dir Muße,

zu schauen, was deinen Augen wohl tut.

Er schenke dir Brücken,

wo der Weg zu enden scheint

und Menschen, die dir in Frieden Herberge gewähren.

Der Herr segne,

die dich begleiten und dir begegnen.

Er halte Streit und Übles fern von dir.

Er mache dein Herz froh, deinen Blick weit und

deine Füße stark. Der Herr bewahre dich und uns

und schenke uns

ein glückliches Wiedersehen.

Gerhard Engelsberger