Methodismus

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Ein ungewöhnlicher Name: kurz erklärt

Wir nennen uns »evangelisch«, weil das Evangelium von Jesus Christus unser Fundament ist. Gleichzeitig kennzeichnet uns der Name als Teil der evangelischen Kirchenfamilie, die in der Reformation ihren Ausgang nahm.

»Methodistisch« heißen wir wegen einer spöttischen Bezeichnung für eine Gruppe John_Wesley_clippedvon Studenten um John und Charles Wesley in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.Statt der damals üblichen studentischen Lässigkeit praktizierten sie einen konsequenten Lebensstil. Neben intensivem Bibelstudium und gemeinsamem Beten waren ihnen vor allem die praktischen Dienste an Armen, Kranken, Arbeitslosen und Gefangenen wichtig. Deshalb wurden sie als methodistisch verspottet. Aus dieser studentischen Bewegung wurde eine Erweckung, die das Leben vieler Menschen veränderte. Innerhalb weniger Jahrzehnte entstand daraus eine weltweite Kirche.

Predigt unter freiem Himmel

John und Charles Wesley, George Whitefield und andere Mitwirkende steuerten die erweckungsartig aufbrechende methodistische Bewegung in geradezu moderner Weise. Statt fertige Konzepte anzubieten, leiteten sie die Menschen flexibel an und entwickelten jeweils auf die Situation bezogene Arbeitsweisen. Sie blieben ihr Leben lang auf der Suche nach der bewegenden und überzeugenden Wahrheit des Glaubens, und sie waren jederzeit bereit, ihren Glauben vorbildlich und verantwortlich zu praktizieren.
George Whitefield (1714-1770) war es, der anfing im Freien zu predigen. Mit der Zeit konnte er auch die Anderen von dieser neuen Art der Predigt überzeugen, denn nur so erreichten sie die unzähligen Armen in den Arbeitersiedlungen der aufkommenden Industrialisierung.
Auch die Predigt durch Laienprediger, Männer und auch Frauen, half bei der Ausbreitung der methodistischen Erweckung. Einfache Leute, die Gottes Ruf spürten, durften ohne Theologiestudium oder Ordination predigen, was in den etablierten Kirchen undenkbar war. John Wesley schulte sie intensiv durch Schriften und viele Gespräche.
Die zahlenmäßig schnell wachsenden methodistischen Gemeinschaften wurden in Kleingruppen, sogenannte »Klassen«, eingeteilt. Diese Kleingruppen trafen sich regelmäßig um sich gegenseitig zu helfen, zu ermahnen und in schwierigen Situationen zu begleiten. Damit verbunden waren ein intensives soziales Engagement und Bildungsprogramme für die Arbeiter.
Laienpredigt und Kleingruppen gefährdeten jedoch auch die noch junge Bewegung durch auseinandertriftende Tendenzen. Dem wirkte John Wesley entgegen, indem er alle Pfarrer und Laienprediger der Bewegung zu »Konferenzen« zusammenrief. Hier wurde die methodistische Lehre diskutiert und alle wesentlichen Entscheidungen für die methodistische Bewegung wurden hier verbindlich geregelt.
Bis heute ist das System des »conferencing« (engl.: sich besprechen) eines der typischen Merkmale des Methodismus (vgl. hierzu auch Apostelgeschichte 15,6). Weltweit gestaltet sich die Vielfalt der methodistischen Gemeinden als lebendige Einheit in gegenseitiger Verantwortung. Tragendes Element hierfür sind die »Konferenzen«, die auf allen Ebenenen (lokal, regional, global) stattfinden und in denen alle Fragen und Entscheidungen besprochen und beschlossen werden.

Basis für persönlichen Glauben: die Bibel

Die Bibel ist die maßgebliche Grundlage für das Leben und die kirchliche Arbeit der Evangelisch-methodistischen Kirche. 

Sie ist als Heilige Schrift die Quelle, in der Gott sich dem Menschen offenbart. Alle Menschen werden von Gott angenommen und können deshalb auf Gottes Liebe vertrauen. Wer so an Gott glaubt, empfängt ohne eigene Leistung ein neues Leben. Die Menschen werden eingeladen, diese Zuwendung Gottes persönlich zu erfahren und diese Zuwendung Gottes anderen Menschen nahezubringen.

In Deutschland …

… gehören rund 53.000 Menschen zur Evangelischmethodistischen Kirche, die sich auf rund 500 Gemeinden verteilen und von über 300 Pastorinnen und Pastoren betreut werden. Weltweit sind es über 80 Millionen Menschen, die zu methodistischen Kirchen gehören.

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Herzlich Wilkommen bei den Flensburger Methodisten! Hier erzählen wir Ihnen von unserem Glauben, unserem Gemeindeleben und sozialen Tätigkeiten.

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